Für „Computerbastler“
Zum Inhalt weiter unten:
Tipps für Windows 7
und noch ein bisschen über Windows 8
‒ mit einer neuen Ergänzung über Microsofts „Secure Boot“ als ein übler Monopolisierungstrick!
Kann Windows XP immer noch aufdatiert werden?
Nachdenkliches über Internet Security Suites
Ich hatte früher F-Secure Internet Security installiert und verwendete Version 2012. Später war Version 2013 da und ich erfuhr – glücklicherweise vor einer Aufgradierung – dass sie nunmehr keine eigene Firewall mehr hat, jedenfalls nicht im Computer. Stattdessen verwendet sie Windows’ Firewall, die dafür bekannt ist, nicht die Beste zu sein (eher ein
bisschen weit davon entfernt …), besonders in Windows XP. Später erfuhr ich auch, dass sie – als Alternative – doch eine eigene Firewall hat, aber nicht mehr in deinem Computer, sondern „in der Wolke“! Das bedeutet ein potenzielles Risiko, weil die Verbindung zwischen deinem Computer und der Wolke verwundbar und für Hacker und Viren attraktiv sein kann. Außerdem weißt du nie, wie sicher deine Daten sind, die in einer „Firewall im Himmel“ gespeichert wurden. Wolkenbasierte Anwendungen mögen an sich OK sein, aber bestimmt nicht bei
wichtigen und „hacker-attraktiven“ Anwendungen wie eine Internet Security Suite!
Es scheint, dass nun auch einige weitere Internet Security Suites angefangen
haben, es ähnlich zu tun. Ich will keine Internet-(In-)Security-Anwendung in den Wolken! Seit einiger Zeit interessierte mich Emsisofts Internet Security, da sie einen guten Eindruck macht. Ich habe in meinem Computer in getrennten Partitionen Windows XP, Windows 7 und Linux Mint. Ich deinstallierte,
und das ist jetzt bereits etwas lange her, in der Windows-XP-Partition F-Secure und installierte
Emsisoft. Das schien gut zu laufen, aber als ich dann „Finish“ klickte, kam ein BSOD („Blauer Bildschirm des Todes“)!! Grund: “BAD POOL CALLER”, mit dem Vorschlag, neu zu booten. Windows startete dann schon wieder, aber mit einem leeren Bildschirm. Keine Ikone und keinen Startknopf! Nichts als nur Windows’ Bildschirmhintergrund. Ich startete wieder neu (sogar zweimal) und das Gleiche geschah. Es sah aus, wie wenn
explorer.exe
nicht lief. Die Datei war schon noch da (ich konnte von Windows 7 aus in die jene Partition hineinschauen), aber sie schien nicht zu starten. Es machte den Eindruck, dass
Emsisoft irgendeine Datei gelöscht oder karantänisiert hatte, die jene Datei hätte starten sollen. Aber die wirkliche Ursache war eine andere.
Es lag nicht am Emsisoft! Die wahre Ursache für den BSOD war eine unsaubere Deinstallation von F-Secure. Der
F-Secure Uninstaller funktionierte nicht, sondern gab eine Fehlmeldung, und ich deinstallierte deshalb in der „Windows-Weise“. Dann ließ ich (nach einem Neustart) den F-Secure Uninstaller
wieder laufen, was dieses Mal zu funktionieren schien. Ich ließ ihn zweimal
laufen, um alle Reste von
F-Secure loszuwerden. Trotzdem gab es in der Registry mehrere Einträge von F-Secure, die nicht entfernt wurden, sodass ich sie manuell löschen musste. Dann installierte ich Emsisoft neu. Es zeigte sich dann, dass
ein verspätetes Erscheinen der Ikonen (etwa 2 Minuten nach dem Start)
offensichtlich mit einem Lernprozess des Programmes nach Start von Windows zu tun hatte. Die Verspätung wurde nach jedem Neustart geringer und verschwand schließlich.
Und was nun, wenn das in Windows 7 wieder geschehen sollte? Auch wenn ich dieses Windows zurzeit meistens verwende, neigte ich
damals eher dazu, zu Windows XP zurückzukehren, und zwar wegen aller Lästigkeiten in Windows 7 (siehe unten). Ich konnte aber
– nach viel Arbeit – Windows 7 einigermaßen so zurecht bekommen, wie ich es haben wollte. Das ist auch ein Grund, weshalb ich das mit noch mehr Lästigkeiten verbundene Windows 8 (siehe unten) sicher nicht haben, sondern mich eher in Linux vertiefen will! Wo, so weit, Viren außerdem noch viel weniger ein Problem sind … Aber ich hatte aus der Erfahrung mit Windows XP gelernt und
war dann doch bereit, auch in Windows 7 zu einem anderen Internet Security zu wechseln.
Dann behielt ich zunä chst doch F-Secure Internet Security 2012 in meiner Windows-7-Partition. Nach einigen Wochen hat sie aber, ohne nachzufragen, sich selbst auf Version 2013 aufgradiert! Ich wollte die Firewall von 2012 behalten, aber sie ließen das wohl nicht zu. Schande! Das ist eine weitere Beanstandung von F-Secure – neben der unsauberen Deinstallation.
Da war nun noch eine Ursache zu wechseln
… Emsisoft läuft seit dem bestens in meinem
Windows 7. In meinem Laptop verwendete ich erst eine Zeit lang BitDefender,
mit dem ich gut zufrieden war. Sie hat eine eigene Firewall. Was mich bei
F-Secure auch noch störte, war, dass sie ständig meine
NirSoft Utilities als angebliche
„riskware“ (oder sogenannte „pup = potentially unwanted program“) entfernen
wollte. Sie sind gar keine „riskware“. In früheren Versionen konnte man das
stoppen, in späteren nicht mehr. In BitDefender kann man das auch
ausschalten, in Emsisoft ebenfalls.
Deshalb sind für mich die folgenden Kriterien für
die Bewertung einer Internet Security wichtig: eigene Firewall, keine Funktion
„in die Wolke“ ausgelagert und auf Verlangen sogenannte
„riskware“ zugelassen. Bei den Nirsoft
Utilities besteht das angebliche Risiko nur darin, dass man mit diesen im
eigenen Computer mehr schnüffeln kann, als es z.B. Microsoft lieb ist.
In Computer-Zeitschriften und im Internet wird diskutiert, dass sensitive Daten und Funktionen „in der Wolke“ unsicher sind. Persönliche Daten werden für Hackers leichter zugänglich und man kann nie sicher sein, dass sie nach Löschen wirklich verschwunden sind. Es wird verschiedene neue Wege für Hacker geben, um an der Firewall herumzubasteln oder sie zu umgehen, oder andere Möglichkeiten um in den Computer einzudringen. Unter anderem deshalb, weil eine Internetverbindung zwischen deinem Computer und jener Firewall besteht und jene Firewall für Hacker zweifellos ein attraktives Objekt sein wird. Aus diesem Grund werden heute manch eine „Internet Security Suite“ eher
zu etwas von einer „Insecurity Suite“
…
Ärger mit Google-Versionen
Wenn man einfach www.google.com eingibt, erscheint die Google-Seite vom Land, in dem man sich befindet. Falls du mit einem Laptop reisest und in einem anderen Land einen Internet-Zugang hast, oder sonst dort einen Computer verwendest, ist das oft ärgerlich. Um an die Google-Seite von deiner Heimat zu kommen, oder auch an die Google-Seite von irgendeinem anderen Land, fügst du am Ende einfach
/ncr hinzu. Mit
www.google.de/ncr kommst du, egal woher, an die deutsche Seite, mit www.google.se/ncr
an die schwedische, www.google.US/ncr an die amerikanische, usw.
Aber das ist mir nun ziemlich egal, denn ich verwende fast nie die Spionagezentrale Google ... Ich empfehle statt dessen
Startpage
und
DuckDuckGo.
Den
Internet Explorer
verwende ich auch nur selten und dann nur ausnahmsweise.
Word 2003
In meinem Word 2003 (in Englisch) bemerkte ich ab und zu, dass gewisse Einstellungen verändert waren. Zum Beispiel kam es gelegentlich vor, dass die Maßeinheit auf einmal auf
„Inches“
(Zoll) umgestellt war, und nicht mehr auf Zentimeter, und dass in den
Menüleisten oben einiges verändert war. Auch andere unerwünschte Veränderungen
konnten in bestimmten, wenn auch seltenen, Fällen eingetreten sein. Solche Einstellungen für Word sind in der Datei
normal.dot
gespeichert, die sich in C:\Dokumente und Einstellungen\[dein Name]\Anwendungsdaten\Microsoft\Vorlagen\normal.dot
befindet, aber oft auch (oder nur) in
C:\Programme\Microsoft Office\OFFICE11\normal.dot – hier die Speicherorte in einem deutschsprachigen Windows
XP mit einem deutschsprachigen Office
(hoffentlich habe ich das richtig herausbekommen, denn ich habe selbst alles in Englisch ...). Es kann natürlich sein, dass du dein Office woanders in deinem Computer installiert hast.
Dort, wo Word diese Datei beim Start herholt (meistens ist das C:\Dokumente und Einstellungen\[dein Name]\Anwendungsdaten\Microsoft\Vorlagen\), legt es auch ein Backup
~
$Normal.dot ab, das nach Abstellen von Word normalerweise wieder verschwindet, aber selten einmal nicht. Wenn nicht, kann das erst recht beim nächsten Start zu Änderungen in
normal.dot führen. Abstürze können allzu leicht auch zu solchen Veränderungen führen, weil in solchen Fällen Word beim nächsten Start oft diese Datei neu aufbaut, aber vielleicht ein bisschen anders, als vorher.
Nun habe ich, um solche unerwünschte Veränderungen zu verhindern, die folgende Batch-Datei
startwrd.bat
geschrieben (hier verdeutscht), mit welcher ich nunmehr Word starte:
@echo off
if exist C:\Dokume~1\[dein Name]\Anwend~1\Micros~1\Vorlagen\~$Normal.dot del C:\Docume~1\[dein Name]\Anwend~1\Micros~1\Vorlagen\~$Normal.dot /A:H
if exist C:\Progra~1\Micros~1\OFFICE11\~$Normal.dot del C:\Progra~1\Micros~1\OFFICE11\~$Normal.dot /A:H
copy C:\normal.dot C:\Docume~1\[dein Name]\Anwend~1\Micros~1\Vorlag~1\ /Y
copy C:\normal.dot C:\Progra~1\Micros~1\OFFICE11\ /Y
start C:\Progra~1\Micros~1\OFFICE11\WINWORD.EXE %1
cls
exit
Falls [dein Name] eine Leerstelle beinhaltet, oder auch mehr Buchstaben als 8, setze dies in "...".
Das hier gilt für Windows XP, unten folgt eine Version für Windows 7.
Ein Backup von einer
normal.dot – die so ist, wie ich sie haben will – habe ich in das Wurzelverzeichnis der Partition
C:\
hinterlegt, wo auch diese Batchdatei liegt. Diese
normal.dot wird an die zwei relevanten Stellen hin kopiert und eine bereits vorhandene wird überschrieben (Parameter
/Y). Ein dort eventuell vorhandenes altes Backup
~$Normal.dot wird gelöscht (da diese eine versteckte Datei ist, muss am Ende von
„del
...“ auch
„/A:H“
stehen). Erst dann wird Word gestartet. Die Sicherheitsabfrage
„if exist“ ist natürlich nicht notwendig, aber dient dazu, dass nicht möglicherweise durch irgendeine Fehlfunktion eine andere Datei in
OFFICE11 gelöscht wird. Das wäre höchst unwahrscheinlich, aber „doppelt genäht“ hält immerhin besser ...
Nach der
„Regel 8+3“ vom guten alten DOS schreibt man längere Ordnerbezeichnungen mit den ersten 6 Buchstaben, unmittelbar von
„~1“ gefolgt. Man kann auch den ganzen langen Namen schreiben, aber er muss dann in Zitatzeichen stehen, z.B. „Programme" und "Dokumente und Einstellungen“. Sollte es unwahrscheinlicherweise unter C:\Programme
auch einen anderen Ordner mit dem Namen
„Microsoft [irgendetwas]“ geben, muss man eventuell
„~2“
statt „~1“ schreiben – oder, wie oben angegeben, besser den vollen Namen in Zitatzeichen:
„Microsoft Office“.
Die Ikone auf dem Desktop soll zum Starten von Word diese Datei ablaufen lassen, und nicht direkt
winword.exe. Man ersetzt also die Ikone zu
winword.exe
mit einer zu startwrd.bat
und kann dann trotzdem nachher das Ikonbild mit jenem von Winword ersetzen. Der Zusatz
„%1“
hinter WINWORD.EXE
bewirkt, dass beim Doppelklick auf eine doc-Datei diese gleich nach Start in Word erscheint. Dafür muss allerdings die Zieldatei beim Doppelklick nunmehr startwrd.bat
sein, und nicht mehr direkt
winword.exe. Für diese Umstellung: Rechtsklick auf eine beliebige doc-Datei
>
„Öffnen mit“
>
„Programm
auswählen“
und dann die Datei startwrd.bat
markieren (erst diese mit
„Durchsuchen“
zur Liste hinzufügen). Hierbei ein Häkchen unten setzen bei:
„Dateityp immer mit dem
ausgewählten Programm öffnen“. Entsprechend mit rtf-Dateien u.Ä., aber nicht Dateien für Excel und andere Office-Programme!
Dies ist hier alles ohne Gewähr und ohne Garantie mitgeteilt (ich kann nicht ausschließen, mich in der Übersetzung auf ein deutschsprachiges System irgendwo vertippt zu haben). Wer diesen Trick versuchen will, muss natürlich alles für sein System anpassen. Die Speicherorte können im individuellen Fall woanders liegen. Außerdem muss
„[dein Name]“ oben mit dem Namen ersetzt werden, der in deinem System eingetragen ist. Es ist darauf zu achten, dass Leerstellen in der Batchdatei erhalten bleiben und keine neue hinzukommen. Sollte es nicht funktionieren, wird es kaum einen Schaden verursachen, sondern du startest dann wie vorher
winword.exe
direkt und versuchst, die Batch-Datei zu berichtigen. Wichtig ist aber, zuerst ein Backup von deiner
normal.dot im Jetztzustand zu machen, um diese bei einem eventuellen Bedarf wieder zurückzukopieren.
Wer sich ein bisschen auskennt, wird das schon hinbekommen ...
Siehe auch:
http://support.microsoft.com/kb/826839
Ein anderer Ort, wo Office 2003 Einstellungen speichert, ist in der Registry unter HKEY_USERS\S-1-5-21-[eine lange Zahl, von Fall zu Fall verschieden]\Software\Microsoft\Office\11.0\Word\Data\Settings. Da kann man nichts manipulieren, aber man kann versuchen, die Einstellung auf ein anderes Office 2003 oder eine Neuinstallation zu übertragen. Dazu exportiert man als reg-Dateien den zu übertragenden Eintrag und auch
denjenigen, der im Registry für das andere (neue) Office 2003 vorhanden ist. Also beide, damit man
– wenn es irgendwie nicht gut geht – im anderen Office wieder den früheren Eintrag zurückschreiben und den vorherigen Zustand herstellen kann. Die „lange Zahl“ kann allerdings in beiden Computern bzw. Installationen eine andere sein und muss dann in der reg-Datei entsprechend angepasst werden. Es ist übrigens auch sonst sinnvoll, diese reg-Datei für einen eventuellen Bedarf als Backup zu speichern.
Wegen der andersartigen Verzeichnisstruktur in Windows 7 funktioniert da die Batchdatei oben nicht, sondern sie muss umstrukturiert werden:
@echo off
if exist C:\Users\[dein Name]\AppData\Roaming\Micros~1\Templa~1\~$Normal.dot del C:\Users\[dein Name]\AppData\Roaming\Micros~1\Templa~1\~$Normal.dot /A:H
if exist C:\Progra~1\Micros~1\Office11\~$Normal.dot del C:\Progra~1\Micros~1\Office11\~$Normal.dot /A:H
copy C:\normal.dot C:\Users\[dein Name]\AppData\Roaming\Micros~1\Templa~1 /Y
copy C:\normal.dot C:\Progra~1\Micros~1\Office11 /Y
start C:\_OFFICE\Office~1\OFFICE11\WINWORD.EXE %1
cls
exit
Word 2003 Makros auf einen anderen Computer übertragen (für ein Office in Englisch; wer ein Office in Deutsch hat, wird schon herausfinden, wie ...)
Im Quellcomputer: Öffne Tools > Makro, klicke “Makros”, dann “Edit”. Kopiere den ganzen Inhalt als eine Datei irgendwas.txt.
Im Zielcomputer: Mache irgendein Makro. Öffne Tools > Makro, klicke “Makros”, dann “Edit”. Kopiere den Inhalt der Datei als irgendwas.txt, überschreibend.
Eigene Ikone,
um Makros in Microsoft Word 2003 laufen zu lassen
Kopiere das Makro zu einem Toolbar: Öffne Tools > Customize > Makros und ziehe das Bild zum Toolbar. Klicke rechts auf dem Bild, klicke
“Customize” (zuunterst in der Liste, die dann erscheint).
Während das Fensterchen noch da ist: Klicke wieder rechts auf das Makro-Bild. Eine Liste mir Optionen erscheint. Aus dieser Liste kannst du kopieren, einfügen, editieren, usw., um ein individuelles Ikon zu machen.
Sonderzeichen
Wenn du in verschiedenen Sprachen schreibst und Sonderzeichen wie å, ñ, š, č,
¿ usw. brauchen, könntest du eine sehr brauchbare kleine Freeware von
dieser Webseite installieren, die Accents
heißt. Sie schreibt solche Zeichen auf den Schirm, wenn man eine entsprechende Taste drei Mal oder mehr drückt. Besser ist dann die Freeware
Keyboard Layout Creator von Microsoft. Damit habe ich meine deutsche Tastatur mit zusätzlichen Funktionen umprogrammiert, sodass ich mit AltGr+ä den schwedischen Buchstaben å bekomme, mit AltGr+n den spanischen ñ, usw., und das in jedem Programm. Falls du MS Word 2003 verwendest, kannst du das sehr brauchbare kostenlose Zusatzprogramm
International Character Toolbar installieren. Bedauerlicherweise ist dieses Add-On nicht mehr von Microsoft zu haben. Da muss man wohl Freunde fragen, die noch Office 2003 verwenden. Man kann allerdings Tastenkombinationen für spezielle Zeichen dadurch einrichten, dass man vom Menü her (ich habe ein englischsprachiges Word) Insert > Symbol klickt, das Zeichen wählt und dann Shortcut Key klickt. Das funktioniert dann nur für MS Word.
Eine besondere kleine Frechheit von Microsoft: bssym7.ttf oder Bookshelf Symbols 7 von Microsoft manipuliert.
Microsoft hat mit einem nunmehr alten Update KB833404 diesen Zeichensatz aus Office 2003 ganz entfernt, bzw. mit einem anderen Update KB833407 im Zeichensatz nur ein paar „unannehmbare“ Symbole aus dem Zeichensatz entfernt. Im Generalupdate SP3 ist das letztere Update eingebaut und es lässt sich nicht entfernen. Entsprechend wird es wohl vom Anfang an bei neuerem Office-Systemen sein. Es handelt sich um ein Hakenkreuz und einen Davidsstern ‒ Zeichen, die ich nie brauche, vor allem das Hakenkreuz nicht, weshalb es mich eigentlich nicht stört. Was mich stört, ist nur, dass Microsoft bevormunden will, was ich in meinem Computer haben soll, und was nicht. Das geht zu weit und es geht Microsoft gar nichts an! Deshalb reizte mich das schon lange her dazu, diese Bevormundung nur als Herausforderung zu umgehen, auch wenn ich jene Zeichen nie gebrauchen werde, denn mit kotbraunem Nazizeug habe ich gar nichts zu tun. Es zeigt sich, dass die Zeichen immer noch in bssym7.ttf enthalten sind, sie werden nur herausgefiltert. Deshalb kann man wie folgt den Ursprungszustand wieder herstellen. Man kopiert bssym7.ttf in einen geeigneten Ordner und benennt sie in bssym8.ttf um. Dann öffnet man die Datei in einem geeigneten Text Editor (z.B. UltraEdit), sucht und ändert den Inhalt wie folgt: Symbol 7 zu Symbol 8, Symbol Seven zu Symbol Eight, S y m b o l 7 zu S y m b o l 8 und S y m b o l S e v e n zu S y m b o l E i g h t (Sperrschrift beachten!) Dann speichert man diese Änderung. Wenn man nun bssym8.ttf installiert, hat man darin den ursprünglichen Inhalt von bssym7.ttf wieder ... Hier mag die Frage vom Copyright erhoben werden, aber da Microsoft mir den Schriftsatz mit einem früheren System gratis gab, ist es eine Frage von Freiheit und persönlichem Recht, ihn immer noch funktionierend zu halten, wenn ich so möchte ‒ und dass man mir nicht wieder wegnimmt, was man schon gab.
Wie erwähnt, ist dies für mich in diesem Fall gar nicht wichtig, aber eine Prinzipfrage. Lästiger ist dann die Aussage, dass einige andere Zeichensätze nicht mehr mit späteren Versionen von Windows und Office funktionieren würden. Siehe diesen
Microsoft-Artikel.
Bookshelf Symbol 1 und 2 würden demnach nicht mehr funktionieren. Jedoch lässt sich Bookshelf Symbol 1 (bssym1.ttf) doch installieren und er funktioniert! Wer ihn ‒ vielleicht ‒ möchte und ihn nicht von früher her hat, findet ihn im Internet. Was Bookshelf Symbol 2 (bssym2.ttf) betrifft, kann die Version 2.01 zwar installiert werden, aber die Zeichen erscheinen nicht, und doch kann man im Internet eine frühere Version 1.05 (mit weniger Symbolen) finden, die in Windows XP und 7 mit Office 2003 (und noch höher?) funktioniert. Ich verwende manchmal Symbolsätze, besonders, wenn ich Buchstaben mit Diakritika und spezielle Buchstaben brauche, und finde sie natürlich woanders. Aber es ärgert schon ein bisschen, dass Microsoft uns glauben lässt, dass manche Zeichensätze nicht verwendet werden können, wenn es nicht stimmt! Wie es z.B. mit bssym1.ttf eben ist, und ich konnte auch ‒ nur zum Probieren ‒ Arial Cyr (aricyr.ttf) zum Laufen bringen, auch wenn ich scheinbar nicht sollte ... Vielleicht kann ich eines Tages auch bssym2.ttf V2.01 hacken, wenn ich sonst nichts zu tun habe (was selten vorkommet).
Word 2007 (und neuere Versionen)
Hier funktioniert jener International Character Toolbar leider nicht und es gibt keinen Ersatz dafür von Microsoft. Ein brauchbarer Ersatz
woanders her ist
CatchChar. Ein anderer ist Diacrit.
Leider haben Word 2007 und höhere Versionen ein ganz neues
und sehr gewöhnungsbedürftiges Menüsystem
Ribbon. Ich gehöre zu den offensichtlich vielen, welche das gewohnte Menüsystem von Word 2003 viel lieber haben. Glücklicherweise gibt es zwei Zusatzprogramme, die ein Menüsystem in Word 2007 und später einführt, das ähnlich wie in Word 2003 ist. Das eine ist
UBitMenu und das andere Office Classic Menu. Eine weitere Alternative ist
Ribbon Customizer.
Hier ist eine Übersicht. Eine deutschsprachiges Zusatzprogramm ist
SmartTools Classic Menu.
Nach Aufdatieren von Firefox oder Thunderbird Erweiterungen reaktivieren
Im 2011 wurden Firefox und Thunderbird ganze sieben Mal aufgradiert, d.h., mit einer ganz neuen Versionsnummer erneuert (beim Aufdatieren
bleibt die Hauptversionsnummer erhalten, aber es wird darin nur eine Zusatzzahl geändert). Lästigerweise funktionierten nach jedem Aufgradieren bzw. Aufdatieren
manchmal ein paar (manchmal einige) Erweiterungen nicht mehr und es dauerte, bis eine neue Version kam. Das liegt meistens nicht an die eigentliche Funktion der Erweiterung, sondern an eine Einschränkung der Versionsangabe für Firefox bzw. Thunderbird in einer bestimmten Datei in der Erweiterung, weshalb eine höhere Version diese nicht mehr annimmt. Ändert man das, funktioniert die Erweiterung oft wieder. Das musste ich im 2011 mehrmals tun ... Heute dürfte das weniger aktuell sein.
Hole dir die Installationsdatei für die Erweiterung. Dazu gehst du zur Beschreibung jener Erweiterung und rechtsklickst auf „Zu Firefox (Thunderbird) hinzufügen“, um die Installationsdatei herunterzuladen – nicht linksklicken, weil dann die Datei installiert würde (wobei aber in diesem Fall die Meldung käme, dass sie nicht kompatibel ist), statt dass sie
heruntergeladen wird. Diese Datei hat die Dateiendung „xpi“ (ist aber eigentlich eine zip-Datei). Kopiere diese in ein geeignetes Verzeichnis, wo du sie dann expandierst. Am einfachsten geht das direkt (ohne Änderung der Dateiendung) mit dem sehr praktischen Gratisprogramm
Universal Extractor. Sonst änderst du die Dateiendung zu „zip“ und expandieren mit z.B. WinZip. Unter den herausexpandierten Dateien befindet sich eine mit dem Namen
install.rdf. Öffne diese im Notepad und suche darin den Eintrag
„maxVersion“, wonach eine Versionsnummer von Firefox (Thunderbird) eingetragen steht, z.B.
„maxVersion>6.2<“. Hier änderst du diese Versionsbezeichnung zur aktuellen Version, die du hast (und noch ein bisschen mehr), z.B.
„9.9“ – heute ist die Versionsnummer natürlich viel höher. Danach speicherst du diese geänderte Datei zurück und machst anschließend aus allen expandierten Dateien und Verzeichnissen zusammen eine neue zip-Datei mit dem Namen der Erweiterung. Schließlich änderst du die Dateiendung wieder zu „xpi“. Nun lässt sich diese Datei in Firefox (Thunderbird) installieren. Also:
● xpi-Datei herunterladen.
● xpi-Datei expandieren.
● in install.rdf
„maxVersion“ aufdatieren,
● alle expandierten Dateien und Verzeichnissen wieder in eine zip-Datei zusammenfügen,
● die Dateiendung zu
„xpi“ ändern.
Oft
funktioniert dann die Erweiterung, aber in einigen Fällen doch nicht. In dem Fall bleibt dann nichts anderes übrig, als sie wieder zu entfernen und abzuwarten, bis eine neue Version erscheint.
Orbit Downloader war einmal ein guter Downloadmanager, aber
er ist verdächtig geworden. Seit mehreren Updates zurück ist er nämlich sehr invasiv. Er hat nunmehr auch eine Funktion „Software Updater“ und scannt damit die installierten Anwendungen durch, um nach Updates zu suchen. Ich frage mich, was für Daten er sammelt und wohin er sie meldet ... Es gibt keinen Weg, diese für einen Downloader höchst unübliche Funktion abzustellen, außer eine Datei
SoftUpdater.dll zu finden und löschen. Ob das alles davon abstellt, dürfte fraglich sein und beim nächsten Update kommt sie vielleicht wieder herein. Außerdem greift Orbit in Firefox und Internet Explorer ein und verändert dort bestimmte Einstellungen. Er benimmt sich wie eine Spyware. Ich habe ihn deshalb deinstalliert und verwende nun
iGetter, früher GetRight, der nun in die Jahre gekommen ist, und manchmal
WellGet.
WellGet hat einen interessanten Vorteil! Will man ein großes Video mit Video Download Helper in Firefox herunterladen, kommt es manchmal langsam herunter. Zeigt man dann mit dem Zeiger auf die Datei, die im Video Download Helper angezeigt ist, kann man „Copy URL“ klicken. Diese URL kann man dann in WellGet eingeben und die Datei kommt dann meistens viel schneller herunter. Sie mag allerdings als eine Datei
„Videoplayback“ ohne Dateiendung gespeichert sein. Diese ist eine flv-Datei, und man braucht sie nur zu irgendwas.flv umzubenennen. Nun tue ich es
eher ebenso mit iGetter.
Wenn man ein Video in einer solchen Weise herunterholt, wird daraus normalerweise eine flv-Datei (manchmal kann man mit dem
Video Download Helper die Datei auch in einem anderen Format bekommen). Der Windows Media Player kann solche Dateien nicht abspielen. Das kann aber der VLC Media Player sehr gut, und da er auch sonst viel mehr Formate als der
Windows Media Player beherrscht, halte ich den VLC Player für wesentlich besser und ich habe ihn in meinem Computer zum Standard-Player gemacht.
Ein kleiner Tipp
Viele wissen es schon, aber einige werden den Tipp sicher schätzen: Wie fixiert man einen Tintenausdruck? Es gibt ziemlich teuere Fixiersprays, die z.B. für Bleistiftzeichnungen verwendet werden. Genau so gut geht es aber mit einem gewöhnlichen Haarspray!
Druckerkartuschen nachfüllen
Bis vor Kurzem verwendete ich einen guten alten Canon BJC 4100, den ich im 1995 gekauft hatte, und er funktionierte 17 Jahre lang gut ‒ mit einer großen BC-20 Kartusche mit schwarzer Tinte (ich brauchte kaum je Farbdruck). Man kann, übrigens, die etwas billigere Kartusche BX-20 für Faxmaschinen verwenden, da sie baugleich
ist. Damit konnte ich viel Geld sparen, weil ich mit einer Injektionsspritze Tinte nachfüllen konnte, wozu ich erst einen geheizten Nagel durch die obere Fläche stach, um ein Loch zu machen. Dieser Drucker hat aber leider keinen Treiber für Windows 7, jedoch verwendete ich ihn mit Windows XP in einer anderen Partition und mit Linux, wofür Treiber zu haben sind. Aber es musste ja eines Tages geschehen, dass er nicht mehr funktionierte ... obwohl ich ihn ein paar Mal zerlegt und gereinigt hatte. Somit installierte ich Canon Pixma iP4000, den ich glücklicherweise gerade noch bekommen konnte, bevor er vom Markt verschwand. Dieser ist der letzte Canon-Drucker, für den man die Kartuschen mit einfachen Mitteln noch nachfüllen kann. Spätere Versionen machen dies schwer bis unmöglich, und du weißt schon, warum ... Siehe
hier und
hier über, wie man das tun kann. So wenn du diesen Printer irgendwo finden kannst, rate ich zum Kauf.
In Linux betreiben: Für Linux findet man kaum einen einfach zu installierenden Treiber für Canon Pixma iP4000. Aber ich entdeckte ein ausgezeichnetes Programm, womit man in Linux nicht nur diesen, sondern sehr viele andere Drucker betreiben kann:
TurboPrint von ZEDOnet.
Windows XP bis 2019 aufdatieren? Geht das?
Ja, so weit geht es! Jedenfalls bis Microsoft einen Weg findet, um das zu stoppen ... Es gibt eine XP-Version, die
Windows Embedded POSReady 2009 heißt, vgl.
diese Übersicht. Sie ist für besondere industrielle Anwendungen vorgesehen und wird 5 Jahre länger aufdatiert. Man kann mit einer einfachen Modifikation in der Registry Windows XP so einrichten, dass es für Windows Update wie jene Version aussieht, sodass es nach April 2014 immer noch aufdatiert wird. Wie erwartet, warnt Microsoft gegen diesen Trick, mit der Behauptung, dass es „zu Problemen kommen“ könnte. Deshalb: Verwende ihn auf eigenes Risiko hin. Ich habe selbst mein Windows XP ohne Probleme so aufdatiert – bis zum Tag des Schreibens im 2016
immer noch.
Siehe zur weiteren Information:
How to Update Windows XP After End of Support. Es gibt einige weitere Webseiten im Internet, die dieses Thema besprechen.
Eigenartig: Am 2. August 2016 erschienen überraschend zwei
Updates zu Windows XP wo sie gar nicht zu erwarten waren, nämlich auf einer
aktualiserten Liste von Microsoft selbst über Updates zu Windows 7. Dort
gab es bisher nie eine Update zu Windows XP ... Es handelt sich um KB2916036 und
KB2876331. Diese sind offensichtlich neue Versionen von gleichnamigen Updates
von 2024 bzw. 2013. Wozu nun das, und wieso dort? Bei der Aufdatierung vom
Windows XP erscheinen sie aber nicht im Angebot. Hätte ich diese installiert,
würde – möglicherweise – der POSReady-Trick vielleicht nicht mehr funktionieren ...
Tipps für WINDOWS
7
Viele Lästigkeiten – bis es mit Windows 8 noch lästiger wurde ...
Für Windows 7 in Englisch
– wer Windows 7 in Deutsch hat, wird darin sicher das Entsprechende finden ...
Was mir gar nicht gefällt, ist der Vormundschaftswahn von Microsoft, den Zugang zu gewissen Verzeichnissen zu sperren! Es geht doch Microsoft gar nichts an, wo ich im eigenen Computer hinein will! Eine Frechheit! Es gibt aber ein kleines Tool
Takeownership, womit man gesperrte Verzeichnisse zugänglich machen kann. ABER VORSICHT!!! In meiner Freude daran habe ich gleich ALLE gesperrten Verzeichnisse damit zugänglich gemacht – und das funktionierte zwar, aber danach funktionierten gewisse Programmfunktionen nicht mehr! Ich musste noch einmal installieren. Zum Glück war ich mit dem Installieren noch nicht weit gekommen. Es ist ratsam, zunächst NUR das Verzeichnis unter „User“ (im englischsprachigen Windows) zugänglich zu machen, aber auf keinen Fall Systemverzeichnisse. Takeownership fügt ins Kontextmenü einen neuen Eintrag „Takeownership“ ein. Man wählt das zu öffnende Verzeichnis, klickt rechts darauf und klickt dann eben diesen Eintrag. Aber setze vorher einen Wiederherstellungspunkt! Für den Fall, dass ... Eventuell genügt es, ein Backup von der Registry zu machen. Eine reversible Lösung ist
diese hier.
Hier,
hier und
hier wird in Englisch beschrieben, wie man jedenfalls einen Teil dieses Unfugs überwinden kann. Die Warnungen beachten!
Warum will Microsoft uns in dieser Weise gängeln? Das soll angeblich der Sicherheit dienen, weil dann nicht Hacker, Viren (und Unbefugte) im Computer herumstöbern können und eventuell gewisse Dateien ändern, hinzufügen oder löschen. Das ist Unsinn! Im Gegenteil verringert dies die Sicherheit deshalb, weil Hackers etc. sicher schon lange herausgefunden haben, wie man diese Hürden umgeht. Somit können sie nach wie vor im System eingreifen – aber der Computerbesitzer kann hingegen heikle Stellen im System nicht überprüfen und ggf. berichtigen, denn er kommt ja nicht daran ... (für Microsoft selbst ist das natürlich auch kein Hindernis, wenn sie im Computer schnüffeln möchten).
Wenn man, wie ich, auch Windows XP in einer getrennten Partition installiert hat, hat man hingegen gewisse Möglichkeiten, sozusagen „durch die Hintertür“ in einige sonst gesperrte Verzeichnisse von Windows 7 hineinzukommen. In seltenen Fällen kann man eine Datei in Windows 7 nicht löschen, aber dann geht es oft aus Windows XP heraus (natürlich dann in der Partition für Windows 7).
Eine Batchdatei
für regedit
die ich allerdings schon in Windows XP hatte. In Windows 7 ist sie ebenso nützlich. Wenn man
regedit
öffnet, startet es dort, wo man zuletzt in der Registry war. Manchmal praktisch, öfter nicht. Die folgende reg-Datei, die ich LastKey0.reg
nenne, stellt die gespeicherte Stelle auf den Urzustand zurück:
Windows Registry Editor Version 5.00
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Applets\Regedit]
"View"=hex:2c,00,00,00,02,00,00,00,03,00,00,00,ff,ff,ff,ff,ff,ff,ff,ff,ff,ff,\
ff,ff,ff,ff,ff,ff,42,00,00,00,42,00,00,00,42,03,00,00,5b,02,00,00,d6,00,00,\
00,da,00,00,00,78,00,00,00,b3,01,00,00,01,00,00,00
"FindFlags"=dword:00000002
"LastKey"="My Computer"
[HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Applets\Regedit\Favorites]
Sie wird in der folgenden Batch-Datei verwendet, die ich LastKey0.bat nenne:
@echo off
REGEDIT /S LastKey0.reg
start C:\Windows\regedit.exe
exit
Wenn ich damit regedit
starte, öffnet er immer am Anfang der Registry. Man kann sicher die reg- und die bat-Datei zu einer zusammenführen, aber darum habe ich mich noch nicht bemüht.
Was mir in Windows 7 lästig ist und einige Mittel dagegen
Windows Explorer startet mit „Libraries“ und „Favorites“, was für die meisten Anwender überflüssig, eher störend und platzverschwendend ist. Siehe
hier, wie man diesen Unsinn loswird. Um den Startordner festzulegen, siehe
hier,
hier und
hier.
Bequemer geht es mit der Freeware
Windows Explorer Navigation Pane Configuration (WENPCFG). Siehe auch
diesen Text mit einem anderen Hilfswerkzeug.
Manche Dateien lassen sich nicht löschen, da sie von „Trusted Installer“ gesperrt sind. Siehe
hier, wie man diesen fragwürdigen „Schutz“ umgeht. Siehe auch
hier.
Das sehr gute kostenlose Programm
ERUNT für Backup von der Registry ist nicht an Windows 7 angepasst und wird es wohl nicht werden ... Eine Alternative für Windows 7 ist dann
Tweaking Registry Backup. Ein anderes Programm, das von der Registry ein Backup macht, ist
Registry First Aid. Viele Internet-Artikel warnen aber vor Registryputzer, da sie u.U. auch Einträge entfernen, die bleiben sollten, sodass man nachher Probleme hat. Jedoch ist die Backup-Funktion nützlich. Man soll auf jeden Fall ein Backup machen, bevor man die Registry zu putzen versucht.
Wenn man einen externen Speicher am USB anschließt, kommt meistens die lästige Frage: „Do you want to scan and fix Removable Disk?“
Hier steht, wie man das loswerden kann, allerdings zum Preis von ein paar m.E. unwichtigen Funktionen. Ich habe den Service Shell Hardware Detection
deaktiviert und ich kann immer noch Bilder einscannen. Autoplay brauche ich nicht und weitere negative Auswirkungen habe ich bisher nicht beobachtet. Ich ziehe es vor, diese lästige Meldung nicht mehr zu bekommen. Es funktioniert aber nicht immer.
Wie man ein Programm als Administrator startet, steht
hier, und
hier auch noch, wie man den Control Panel nach Wunsch einrichtet. In bestimmten Fällen ist es sinnvoll, das Command Window (Command Prompt)
cmd als Administrator zu starten, wie
hier beschrieben ist.
Internetanschluss
schliessen und öffnen. Der Internetanschluss bleibt ständig aufrechterhalten, auch wenn man ihn nicht braucht, was nicht besonders wünschenswert ist. Das ist eigentlich auch eine Sicherheitsfrage. Ich schlage vor, auf dem Desktop einen Link zu
%windir%\system32\control.exe netconnections einzurichten. Nach Doppelklick kommt man zu
Network Connections
und kann dort das Ikon Local area Connection
klicken. Im aufgetauchten Fenster klickt man dann „Disable“, und die Netzwerkverbindung ist unterbrochen. Oder besser: Ikon rechtsklicken und „Disable“ klicken. Man sieht es daran, dass das kleine Ikon
Network Internet access in der Systemleiste ein rotes
x
(oder ein gelbes Dreieck) bekommen hat. Um die Verbindung wieder herzustellen, geht man noch einmal da hinein und muss nun Local area Connection nur doppelklicken, und der Anschluss ist wieder da.
Alterantiv: gehe zu Control Panel > Network and
Sharing Center. Unter Network ist ein blauer Text Local Area
Connection. Verkleinere das Fenster, sodass der Desktop zu sehen ist. Ziehe
dann MIT GEDRUCKTER Strg-TASTE den Text auf den Desktop. Da erscheint dann eine
Kopie von Local Area Connection als Ikon. Wenn man darauf doppelklickt,
kann man die Netzwerkverbindung schließen. Eine neuer Doppleklick öffnet gleich
wieder die Verbindung.
Gefällt dir das Startmenü von Windows 7?
Mir jedenfalls weniger als dasjenige von XP! Aber es ist wohl auch eine Frage der Angewöhnung.
Hier,
hier und
hier ist allerdings ein Plugin Classic Shell beschrieben, das in Windows 7 das Startmenü von Windows XP wieder herstellt – und das auch noch mit ein paar Funktionen, die Windows 7 nicht mehr hat. Die neuste Version findet man
hier (auch die an Windows 8 angepasste ist für Windows 7!). Man hat dann die Wahl, das eine oder das andere Startmenü zu öffnen (hält man die Umschalttaste beim Klicken vom Startsymbol gedrückt, kommt die Version von Windows 7). Besonders klobig finde ich in Windows 7 das „Copy UI“ (siehe
hier), das mit Classic Shell sinnvollerweise wieder wie in XP erscheint. Das Plugin ist auch in Deutsch zu haben. Das Aussehen ist in der Grunderscheinung vielleicht ein bisschen wenig ansprechend, aber es gibt Skins, womit es wesentlich besser wird und man kann auch zusätzliche Skins herunterladen. Probiere es aus. Eine Alternative zu Classic Shell ist Start Menu
X. Sie funktioniert in Windows 7 und 8.
So langsam bekam ich Windows 7 dorthin, wo es mir einigermaßen gefällt ...
Einige Services können mit Vorteil beseitigt werden, da sie sonst ungebraucht und nutzlos im Hintergrund laufen und das System nur belasten.
Black Viper hat dazu wertvolle Tipps!
Du suchst Ikönchen in der Systemleiste? Klicke den kleinen Aufwärtspfeil
^ dort. Dann erscheinen in einer „Blase“ die Ikönchen, die nicht in der Leiste zu sehen sind. Wenn du dort „Customize“ klicken, erscheint ein Fenster, worin man wählen kann, welche in der Leiste zu sehen sein sollen. Man kann auch unten „Always show all icons...“ markieren, und dann erscheinen sie alle dort. Um das wieder rückgängig zu machen, klickt man rechts auf einer leeren Stelle in der Systemleiste und wählt „Customize notification icons“. Die frühere Einrichtung in XP finde ich viel besser: Selten gebrauchte Ikone wurden ausgeblendet aber kamen nach Klicken auf einem Linkspfeil gleich in der Systemleiste wieder zum Vorschein, ohne diese blöde „Blase“.
Alle Ikone (oder die meisten) dort zu zeigen, hat auch einen weiteren Sinn. Wie oben erwähnt, löscht PowerDesk beim Abstellen einen Service nicht, der im Hintergrund weiterläuft. Das war mit jenem Programm schon bei Windows XP so, aber in Windows 7 geschieht etwas Entsprechendes mit ein paar Programmen mehr. Diese stellt man dann besser in der Systemleiste ab: Rechtsklick und „Exit“ klicken.
Die Schnellstartleiste fehlt mangelnderweise in Windows 7. Dafür kann man Ikone in der Taskleiste „anheften“, was nicht besonders zufriedenstellend ist. Diese Ikönchen dort sind auch recht weit auseinander und mit diesen Abständen belegen sie zu viel Platz, was besonders unbefriedigend ist. Da muss die gute alte Schnellstartleiste wieder her! Wie das geht, ist
hier beschrieben. Dann erscheint jedoch die Schnellstartleiste zunächst rechts in der Taskleiste, was nicht erwünscht ist. In früheren Windowsversionen befand sich diese Leiste am linken Ende der Taskleiste, und auch dieser Zustand muss wieder her. Siehe dazu Punkt 8 im erwähnten Link. Nun kann man angeheftete Ikönchen von der Taskbar entfernen – darauf rechtsklicken und „unpin“ (entheften) markieren. Diese Ikönchen werden dann besser in die Schnellstartleiste befördert – man zieht dazu die entsprechende Ikone auf der Bildschirmfläche mit gedruckter Strg-Taste (d.h. kopierend) in jene Leiste (ohne gedrückte Strg-Taste werden sie dorthin verschoben, statt kopiert). Will man dann doch diese Schnellstarleiste entfernen, geht das ganz einfach, wie unter „Option two“ am Ende vom genannten Link beschrieben ist. Dann ist diese Leiste ganz weg und kommt nicht wieder, sondern man muss zur Wiederherstellung die ganze Prozedur von vorne her wiederholen. Sollte man in dem etwas knobeligen Verfahren die Schnellstartleiste doch nicht dorthin bekommen haben, wo man sie haben will, muss man sie in dieser Weise entfernen und wieder neu anfangen ...
Weitere Beschreibungen über die Wiederherstellung von der Schnellstartleiste stehen
hier,
hier und
hier. Wenn du die Systemleiste wie in Windows XP haben möchtest, kannst du es wie
hier beschrieben tun.
Nun kommt es bei manchen Systemen vor, dass nach Neustart die Schnellstartleiste nicht mehr da ist. Dieses Problem sollte ein Update KB979155 lösen, das sich aber in Windows 7 SP1 nicht installiert (nur in Windows 7 ohne SP1)! Die Erklärung zum Update sagt, dass die Ursache in einem „Wettrennen“ zwischen Windows Explorer und
Taskhost.exe beim Start des Computers läge. Ich hatte das Problem im Laptop. Was tun? Mit dem
Startup Delayer habe ich
versuchsweise den Start von
Taskhost.exe um einige wenige Sekunden verzögert, um das Wettrennen zu beenden. Bisher funktioniert es ...
Lästige desktop.ini-Ikone!
Es treten auf dem Desktop ein paar störende und überflüssige Ikone „desktop.ini“ auf. Wie wird man sie los? Man sollte die entsprechenden Dateien nicht löschen, aber versucht man nur die Ikone zu löschen, löscht man in diesem Fall auch die Dateien ... Der übliche „Tipp“ ist, in Windows Explorer unter „Organisieren“ (oder „Extras“) > „Ordneroptionen“ > „Ansicht“ ein Kreuzchen bei „Geschützte Systemdateien ausblenden (empfohlen)“ zu setzen. Das gefällt mir gar nicht, da ich diese nicht allgemein ausblenden will! Es gibt auch einen anderen „Tipp“ im Internet, der ausgerechnet bei Windows 7 nicht funktioniert. Die einzige Lösung scheint mir diese zu sein: Jene Ikone aus der Bildfläche über den Rand herauszuschieben!
Hier gibt es einige Tipps, die allerdings helfen könnten.
Portable Programme
Seit einigen Jahren werden vermehrt portable Programme eingesetzt. Diese sind nicht nur für den USB-Stick in der Hosentasche interessant, sondern auch im Lap- oder Desktop, weil sie sich höchstens ausnahmsweise ins Register eintragen und wohl noch mehr ausnahmsweise einen Service starten und nachher weiterlaufen lassen (sondern wenn, wird dieser beim Abstellen des Programms gelöscht). Deshalb belasten sie das System weniger und bremsen es weniger aus, als das entsprechende Programm voll installiert. Interessant sind m.E.
Portable Apps und
Lupo Pen.
LiberKey ist auch interessant, aber etwas weniger flexibel. (Bei Lupo Pen warnt McAfee Site Advisor mit „Dangerous site“, aber das ist zweifellos unzutreffend! Das wird rein „historisch“ sein und daran liegen, dass frühere einmal diese Seite scheinbar auch ein paar unlizenzierte Anwendungen angeboten hat.)
Nicht installierbare Programme
Einige Programme installieren sich nicht in Windows 7, weil sie für Windows XP oder gar frühere Versionen geschrieben wurden. Manchmal kann man es im Kompatibilitätsmodus für XP (oder für eine noch frühere Version) installieren, wozu man auf die Installationsdatei rechts klickt und „Eigenschaften“ wählt, dann den Reiter „Kompatibilität“ öffnet. Aber das geht auch nicht immer. Mit etwas Glück kann es aber doch gelingen, es in Windows 7 zu installieren. Um das zu versuchen, kopiere das Installationsverzeichnis von, z.B., Windows XP zu Windows 7. Suche dann alle Einträge im Register in Windows XP, die auf jenes Programm hinweisen, und exportiere sie, um sie dann in Windows 7 zu importieren. VORSICHT! Es gibt einen Registereintrag HKEY_USERS\S-1-5... gefolgt von ein paar Gruppen mit vielen Ziffern. Hier must die reg-Datei editiert werden, um die entsprechende Zahl für Windows 7 einzutragen, denn es wird eine andere als in Windows XP sein. Wenn du das Programm in Windows 7 in ein anderes Verzeichnis installierst, als es in Windows XP hat, musst du auch die reg-Dateien editieren und darin das Installationsverzeichnis entsprechend ändern.
Ist die Anwendung mit einer bestimmten Dateiendung verbunden, sodass sei beim Doppelklick auf eine solche Datei öffnen sollte, muss auch diese Dateiendung unter HKLEY_CLASSES_ROOT eingetragen werden. Der leichteste und sicherste Weg dazu ist, eine solche Datei rechts zu klicken und dann „Open with“ („Öffnen mit“), wonach man „Choose default program“ klickt und „Always use the selected program...“ markiert; dann browsest du zum soeben installierten Programm und klickst es. In dieser Weise wird die Dateiendung automatisch mit der richtigen Zuordnung unter HKEY_CLASSES_ROOT eingetragen.
VORSICHT! Mache erst Backup vom Register oder setze einen Wiederherstellungspunkt, für den Fall, dass etwas schief geht! Es wird auch ein zugehöriges Verzeichnis in Windows XP unter
„Documents and Setting“ (wahrscheinlich „Dokumente und Eintragungen“) geben. Dieser muss in Windows 7 an einem anderen Ort hineinkopiert werden, meistens [dein Name]\AppData\Roaming... Sollte das Programm melden, dass es eine bestimmte Datei nicht findet, z.B. eine DLL-Datei, suche diese im Windows XP und notiere, wo sie gespeichert ist. Dann kopiere die Datei zum gleichen Speicherort in Windows 7. Sollte das Programm nicht funktionieren, aber meldet eine nicht aufgefundene Datei, kannst du mit dem Gratisprogramm
Dependency Walker
versuchen herauszufinden, welche Dateien das Programm sonst noch braucht. Eine andere Datei, die man nicht vergessen darf, ist eine INI-Datei, sofern das Programm eine hat. Diese liegt dann meistens in C:\Windows und hat denselben Namen als das Programm. Man kopiert sie dann in das gleiche Verzeichnis in Windows 7.
In dieser Weise ist es mir gelungen, ein altes aber gutes 16-bit-Programm für Windows for Workgroups 3.11 in Windows 7 zum Laufen zu bringen! Es installierte sich nicht einmal in Windows XP, aber in Windows 2000. So brachte ich es mit diesem Verfahren schon lange her im Windows XP zum Laufen – und konnte es nun auch von Windows XP zu Windows 7 übertragen, und es läuft! Es ist Gamma Universe, ein kleines Programm, das in verschiedenen Alphabeten wie Sanskrits Devanagari, Tibetisch, Malayalam, Hebräisch usw. schreibt. Ich brauche es selten, aber wenn, bin ich wirklich froh, dass es bei mir immer noch läuft! Ich habe es, z.B.,
hier
verwendet.
Eine weitere Idee, die ich noch nicht ausprobiert habe, wäre vielleicht, in Windows XP ein Programm
portabel (siehe auch hier) zu machen und dann dieses in Windows 7 zu verwenden.
Windows 7 wieder installieren
ohne Daten, installierte Programme, Konten und Treiber zu verlieren (und sie neu installieren zu müssen)
geht folgendermaßen.
Weitere Lästigkeiten
Diese Webseite (die vielen weiterführenden Links hat) informiert über viele Lästigkeiten in Windows 7 und wie man sie überwinden kann.
Benutzerkontensteuerung (UAC)
Diese überaus lästige Einrichtung stört ständig mit der Nachfrage, ob man eine Anwendung wirklich starten will, oder nicht. Das soll zwar dadurch eine Schutzwirkung haben, dass man den Start eines Schadprogramms oder eines unbekannten Programms rechtzeitig stoppen kann. In der Praxis wird dies aber zu einer echten Zumutung, wenn man ständig und immer wieder den Start bestätigen muss, weshalb die Wirkung eher kontraproduktiv ist und die Schutzwirkung ins Negative gekehrt wird, weil:
1. sehr viele Benutzer die Funktion lieber abstellen als diese „Pop-Ups“ ständig bestätigen zu müssen,
2. mit der Zeit manche routinemäßig rasch bestätigen, ohne näher nachzuschauen, was da eigentlich starten will.
Man kann zwar bei ausgewählten Anwendungen diese ständige Nachfrage verhindern.
Hier und
hier sind zwei Vorgehen dazu beschrieben, aber sie sind beide umständlich und kaum für eine größere Anzahl von Anwendungen sinnvoll anzuwenden.
Ich halte allerdings die lästige UAC für ziemlich überflüssig, wenn man eine gute Internet Security Suite hat! Deshalb habe ich es
abgestellt. Es gibt für diesen Zweck ein Tool
Tweak UAC.
Das Letztere kann auch ohne das Tool mit scheinbar ziemlich unbekannten Einstellungen im Register erreicht werden:
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System]“ConsentPromptBehaviorAdmin”
und
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\System]“ConsentPromptBehaviorUser”
Man ändere die Werte vom Standardwert 2 zu 0, um die Benutzerkontensteuerung in den stillen Zustand zu versetzten.
Hier ist ein anderer Tipp aus einem
Forum:
„Man drücke die Windows-Taste und schreibe secpol.msc und drücke dann die Eingabetaste. Links expandieret man
‚local policies‘ und öffnet das Untermenü für Sicherheitsoptionen. Rechts unten am Ende sieht man 10 verschiedene Optionen für die Benutzerkontensteuerung. Hier kann man diese tun lassen, was man will, auch nie wieder den Pop-up zeigen. Vorsicht! Die Erklärungen für jede Sicherheitsoption lieber zweimal lesen, bevor man etwas ändert! Wenn die Benutzerkontensteuerung den Autostart von Programmen stört oder hindert: Erstelle ein ,Elevated Privilege Startup‘ im ,Task Scheduler‘.“
Eine interessante Anwendung ist
Vista UAC Maker, die auch unter Windows 7 funktioniert.
Außerdem werden Hackers & Co. zweifellos schon lange wissen, wie man den vermeintlichen Schutz durch die Benutzerkontensteuerung umgehen kann! Vgl. die Diskussion
hier.
Einige CDs und DVDs werden in Windows 7 nicht erkannt
Das kann geschehen, wenn die CD bzw. DVD in Windows XP gebrannt wurde. Hier ist ein
Hotfix von Microsoft, der das Problem löst.
Geplante Veralterung
In der Industrie ist das Konzept der
geplanten Veralterung weit verbreitet. Ein Produkt soll nur eine begrenzte Zeit halten (oder irreparabel sein), sodass Kunden neu kaufen müssen. In der Computer-Industrie wird das Prinzip bei, z.B., den meisten Druckern verwendet. Softwarehersteller versuchen auch ihre Produkte entsprechend zu gestalten, sodass eine ältere Version nicht mit einem neueren Betriebssystem läuft, oder umgekehrt: dass eine neue Version nicht mit älteren Betriebssystemen läuft. Microsoft tut, natürlich, so gut wie sie können nach diesen Prinzipien. Eine Methode ist, das System nicht mehr aufzudatieren, um neu entdeckte Verletzbarkeiten zu beseitigen. Eine andere Methode scheint zu sein, dass man Vereinbarungen mit Herstellern von Hauptplatinen hat, sodass ein älteres System (zum Beispiel Windows 98SE) auf einer neueren Platine nicht mehr installiert werden kann (und das mit manchen Platinen Linux nicht installiert wird oder nicht gut läuft!). Aber da die geplante Veralterung bei Operationssystemen nicht immer so direkt verwendet werden kann, bemüht man sich auch um die „Modeveralterung“ in der Absicht, dass alle wie verrückt nach jeder neuen Version von Windows rennen sollen, auch wenn die neue Version keine wirklichen (oder wesentlichen) Vorteile bringt, aber in einigen Fällen sogar Nachteile oder Lästigkeiten ... Systeme mit bemerkenswerten Nachteilen waren (s.u.) Windows ME und Windows Vista. Und auch wenn Windows 7 besser als Windows Vista ist, hat es m.E. keine wirklichen Vorteile gegenüber Windows XP! Aber es hat gar nicht wenige Lästigkeiten ... Deswegen bin ich von Windows 7 schon ein bisschen enttäuscht!
Die „geplante Veralterung“ wird bei Lebensmitteln und z.B. Nahrungsergänzungsmitteln fleißig verwendet. Man soll lieber wegwerfen und neu kaufen, obwohl die Ware noch einige Wochen (oder Monate ...) sicher und genießbar ist.
Eine kleine Anekdote zum Thema. In den 1980ern war ich viel in Barcelona. In einem Lebensmittelladen sah ich ein ganzer Stapel von Verpackungen mit Orangensaft, aber das „Verfalldatum“ war schon vorüber. Ich machte den Ladenbesitzer darauf aufmerksam. Bald war der ganze Stapel weg und nach ein paar Tagen wieder da. Aber man hatte auf jeder Packung das Datum weggewischt ...
Es ist wirklich bedauerlich, dass man erst mit so viel Mühe Windows 7 „korrigieren“ muss, bis es einigermaßen anständig ist! Es mag schon an sich OK sein, wenn es zunächst für mehr laienmäßige Anwender ausgelegt ist, aber es müsste in einfacher Weise professioneller einzurichten und in den Versionen Pro und Ultimate eigentlich von vornherein so eingerichtet sein! Manche Software hat eine Wahl zwischen Einstellungen „Standard“ und „Anspruchsvoll“, und das fehlt in Windows 7.
Der Übergang von Windows 2000 zu Windows XP war ein Fortschritt, aber der weitere Übergang zu Windows 7 teilweise eher ein Rückschritt. Windows XP brachte in keinem Vergleich so viele Lästigkeiten, wie Windows 7 es tut, und hatte bei Weitem nicht so viele korrektive Maßnahmen nötig, um solche zu überwinden. Windows 7 will außerdem den Benutzer stärker bevormunden, als es Windows XP je tat.
Aufgegebene (fallweise fehlende) Funktionen in Windows 7.
Neue (fallweise lästige) Funktionen in Windows 7.
Bei solchen „Entwicklungs“-Tendenzen ist es wenig wahrscheinlich, dass man bei mir je Windows 8 im Computer finden wird (erst recht mit der befremdenden Kacheloptik!). Dann eher Linux! In meinem Laptop habe ich, um zu vergleichen und die Systeme kennenzulernen, sowohl Ubuntu wie auch Linux Mint installiert. Ubuntu gefällt mir gut, auch optisch. Mint ist aber funktionell etwas besser (und ist auf Ubuntu aufgebaut). Deshalb habe ich in meinem neuen Desktop die 1 TB-Festplatte in drei Partitionen aufgeteilt: zwei für Windows XP Pro bzw. Windows 7 Ultimate und eine dritte für Linux Mint. Mit dem Letzteren werde ich mich nun vermehrt befassen. Nun ist sogar Windows 10 aktuell ... es bleibt aber meinem Computer weit fern!
Versager von Microsoft („fair-use“ Zitate von
Techspot)
„Microsoft Windows Me
–
The ‘mistake’ edition
Abweichend von den Plänen, Windows 98 das letzte Betriebssystem vor dem Umstieg auf die NT-Technologie sein zu lassen, lieferte Microsoft zwei weitere 9x-basierte Systeme: Windows 98 SE (April ’99) und Windows Me (September ’00). Das erste System war eine verbesserte Version von Windows 98, wogegen das zweite ein klobiges Interimsprodukt war, das kurz nach dem Erscheinen vom lobenswerten Windows 2000 herauskam. Me war instabil und hatte weniger Funktionen als 98 und 2k. Es verkaufte sich deshalb schlecht und wurde zu einem enttäuschenden Systemerlebnis.“
KOMMENTARE: Nach meiner Meinung war Windows 98SE wirklich ein gutes System (besser als Win98 und wesentlich besser als Win95), aber Windows Me war insofern eher ein Betrug, da es den Anschein machte, nicht DOS-basiert zu sein (DOS war darin versteckt) ... Mir kam es eher vor wie eine Bemühung, um extra Geld zu verdienen, während andere Entwicklungen im Gange waren, und ich habe es nie benutzt. Der einzige Vorteil mit Me war, dass darin Defrag und Scandisk besser waren und man die dazu verwendeten Dateien in Windows 98SE übernehmen konnte, um dort die entsprechenden zu ersetzen!
Das erste Betriebssystem, das ich verwendete, war Windows for Workgroups 3.11 und es war seinerzeit wirklich gut. Es ist schade, dass ein alternatives System namens
OS/2 Warp das Rennen verlor, da es vermutlich Windows hätte überholen und ein noch besseres System werden können. Aber Microsoft besiegte es mit einer schlauen Marktpolitik. Man ließ Computerhersteller Windows fast gratis haben, und bald hatte es beinahe jeder neuer Computer. Und da bald die allermeisten Windows hatten aber für OS/2 hätten bezahlen müssen, ging das Interesse für das Letztere verloren. Ein anderes vielversprechendes System war
BeOS. Die Firma wurde von der Konkurrenz ruiniert und musste aufgeben. Man richtete sich besonders auf Multimedia ein und war in Büroanwendungen schwach, wo aber die Mehrzahl der zahlenden Abnehmer gewesen wären. Mit einer guten Auswahl an Büroanwendungen hätte sie vielleicht überleben können.
Dann kam Windows 95 und ich fragte mich: Wozu brauchen wir noch das? Aber das Konzept reifte später mit Windows 98SE zu einem wirklich guten System heran. Das beste System, das Microsoft hatte, war und ist Windows XP, wo XP für
eXPerience steht (und nicht, wie man erst hätte meinen können, für
eXPeriment ...). Windows 7 ist nicht so viel besser aber hat nach meiner Meinung Nachteile, wie oben beschrieben, die man noch überwinden muss. Man behauptet, dass es schneller sei, aber jedes Windows ist am Anfang schnell und wird dann allmählich langsamer, und so wird es wohl auch mit Windows 7 sein ... Und Windows 2000 ist immer noch erwähnenswert.
„Windows Vista
– sechs Varianten von Versagen
Nach wiederholten Rückschlägen erschien schließlich Windows Vista mit einem verwirrenden Angebot von sechs Ausgaben während des trägen Computerverkaufs im Januar. Es ist ironisch, dass die letzte Verzögerung für die Verbesserung von Vistas Sicherheit benötigt wurde, und dass die Sicherheitsfrage das Hauptthema der Kritiker wurde. Es gab auch zahlreiche Inkompatibilitäten, Leistungsprobleme (Spiele/Datenübertragung/Batterielebensdauer) und man schaffte es nicht, versprochene Funktionen wie
WinFS
zur Verfügung zu stellen.“
KOMMENTARE: Ich habe nie Vista verwendet (außer ein paar Mal in Internetcafés). Es kam mir vor wie ein Zwischenexperiment mit Technologien, die erst mit Windows 7 angereift waren, und das wiederum, um in der Zwischenzeit zusätzliche Einnahmen zu erzielen.
Man muss natürlich auch
Macintosh
erwähnen. Es scheint wie mit Religionen zu sein, ob man Macintosh oder Wíndows vorzieht. Mit dem Ersteren habe ich keine Erfahrung und kann nur bemerken, dass es schade ist, dass eine offensichtlich wertvolle Software an die Hardware gebunden ist, sodass man nicht das Betriebssystem kaufen und in irgendeinen Computer installieren kann. Die Tatsache, dass man zum System einen Computer mitkaufen muss, beschränkt in meiner Sicht die Attraktivität. Hätte ich es als Alternativsystem für einen leichten Vergleich in einen und denselben
Computer installieren können, hätte ich vielleicht meine Meinung geändert. Aber man kauft nicht einfach so einen zweiten Computer, nur um die Systeme zu vergleichen! Und nicht auch noch einen NEUEN Computer, wenn Apple eine neue Version herausgibt, wozu man im bereits vorhandenen Computer nicht aufgradieren kann!! Microsoft wird darüber froh sein ... Und die Auswahl an Anwendungen auf dem Markt (und auch als Freeware) ist offensichtlich wesentlich größer bei Windows ...
Nun scheint das Interesse für kostenlose Betriebssysteme zuzunehmen. Linux ist durch
Ubuntu
viel attraktiver geworden und ich halte jenes System für eine wirklich interessante Alternative zu Windows.
Linux Mint
ist auf Ubuntu basiert und hat einige funktionelle Vorteile, wogegen das Letztere optisch ein bisschen ansprechender ist. Außerdem ist
FreeBSD
offensichtlich auch noch eine Alternative, die man im Auge behalten sollte.
Ein typisches Problem in unserer globalisierten Geschäftswelt ist, dass ein Unternehmen wie Microsoft zum Weiterexistieren einigermaßen regelmäßig neue Produkte herausgeben
muss, damit das Geschäft läuft, Löhne bezahlt werden können und der Geldfluss aufrechterhalten wird. Betriebssysteme sind ja nicht Verbrauchsware, die man ständig konsumiert, sondern wenn man eines hat, hat man es. Bei Autos wird das Geschäft u.a. dadurch aufrechterhalten, dass sie nicht mehr so wie früher halten. Vor einem halben Jahrhundert lief zum Beispiel ein Volvo Amazon problemlos mindestens 300 000 km und noch viel mehr. Deshalb sind heute Autos absichtlich so konstruiert, dass sie eine begrenzte Lebensdauer haben, sodass Menschen immer wieder neue kaufen sollen. Heutige Autos halten nicht so lange wie früher. Ein Betriebssystem für einen Computer hat an sich nicht eine begrenzte Lebensdauer, und man kann es auch wieder neu installieren. Deshalb müssen Hersteller immer wieder „bessere“ Versionen auf den Markt drücken, obwohl es eigentlich nicht nötig wäre, die zum Animieren auch noch mit Funktionen aufgeputzt sind, die man eigentlich nicht braucht. Den Autoherstellern wird von behördlicher Seite dadurch geholfen, dass die Bestimmungen für die Verkehrszulassung zu Hürden für Altautos werden. Bei Computern läuft der Trick so, dass alte Betriebssysteme wie Windows 98SE sich auf „moderne“ Hauptplatinen nicht installieren lassen. Irgendwann muss man also mit einem neuen Computer auch ein neues Betriebssystem haben. Viele wären heute noch mit Windows 98SE oder 2000 zufrieden, aber dürfen es nicht sein ... Dazu bringt man also auch noch zwischendurch Mogelpackungen wie Windows Me und Vista mit großer Reklame heraus, die den Geldfluss weiter aufrecht halten und Weiterentwicklungen finanzieren ...
Kommentare und einige Tipps zu Windows 8
Mit diesen Erfahrungen kann ich mir wegen Windows 8 keine große Hoffnungen machen, denn da deuten sich bereits noch mehr selbstmörderische Lästigkeiten an, über das hinaus, was bei Version 7 an der Grenze von dem ist, was man gerade noch annehmen kann (z.B.
kein Startknopf, kein Startmenü und die echt doofe Kacheloptik). Es ist außerdem für einen berührungsempfindlichen Bildschirm
(touch screen) konzipiert. In Windows 7 kann man glücklicherweise Startknopf und Startmenü ändern (siehe oben), aber in Version 8 möchte man solche nützliche Eingriffe angeblich sogar verhindern! Es gibt aber trotzdem Lösungen (s.u.). Lebewohl verdummendes Windows! Hallo Linux!
Auch wenn ich Windows 8 nicht haben will, hier folgen doch ein paar Tipps aus der Fachpresse. Die klobige Kacheloptik lässt sich mit
Win 8 Starter umgehen, sodass Windows doch in herkömmlicher Weise startet. Das Gleiche ist auch mit dem oben genannten
Classic Shell
oder
Start Menu X
einzurichten. Weitere Programme zu demselben Zweck sind
Skip Metro Suite, auch hier, sowie Spesoft Free Windows 8 Start Menu,
Start Button 8 und
Pokki. Siehe auch
Start Menu Modifier. So viele Programme um die doofen Kacheln zu verändern ist ein deutliches Symptom dafür, dass nur wenige sie gerne haben! Windows 8 hat standardmäßig ein Smartscreen-Filter
installiert, der – egal welchen Browser man verwendet – jeden Download prüft und an Microsoft meldet! Angeblich zur Absicherung gegen Schadprogramme (Windows warnt nach Rückfrage bei Microsoft, wenn ein solches vermutet wird), aber: Damit erfährt also Microsoft, welche Programme der Nutzer herunterlädt und installiert! Spionage! (Dass Microsoft das leugnet, ist wohl nicht ganz ernst zu nehmen ...) Dieser Smartscreen lässt sich aber
über das „Wartungscenter“ abschalten, auch
hier. Um auch das Startmenü wie in früheren Windows-Versionen wieder herzustellen, braucht man in manchen Fällen das Tool
Vistart 8. Außerdem spielt Windows 8 fast keine Filme ab! Jedenfalls nicht von einer Film-DVD. Es fehlen die Codecs (außer für AVI, MPEG und WMV). Deshalb
muss man z.B. den VLC Media Player
installieren! Also wird man mit Windows 8 noch mehr Umstände
haben, bis man alle Lästigkeiten beseitigt hat!!! Ohne mich!
Mit dem Upgrade auf Windows 8.1 hat Microsoft endlich begriffen, dass die Kacheloptik gar nicht gut angekommen ist ... Vielleicht wurden auch ein paar von den oben erwähnten Superlästigkeiten beseitigt.
Ein anderer ernsthaften Fehler von Microsoft mit Windows 8 ist, dass die sogenannten Metro Apps (nunmehr Windows Store Apps genannt) nur durch Windows Store und nicht von konkurrenzierenden Software-Läden zu haben sind. Das ist allerdings bereits
piratisiert. Außerdem werden manche Spiele aus dem Windows Store wegzensiert. Nach meiner Meinung ist es eine Verschwendung von Zeit und Computerfunktionen, im Computer Spiele zu spielen (und Selbstverdummung Kriegs- und andere Gewaltspiele zu spielen), aber viele Computeranwender werden davon irritiert sein. Deshalb hat die Zeitschrift Linux Intern Microsoft sogar dafür gedankt, mehr Anwender als je zuvor Linux in die Arme zu treiben ...
EIN WIRKLICH ÜBLER MONOPOLISIERUNGSTRICK!
Windows 8 beinhaltet „Secure Boot“ bei Installation auf einem Computer mit UEFI ‒ eine neue Art von BIOS. Das verhindert das Starten von vielen und wahrscheinlich den meisten Boot-CDs/DVDs. Aber viel schlimmer: Es verhindert auch das Starten von einem anderen OS ‒ zum Beispiel Linux ‒, das du vielleicht in einer eigenen Partition installieren willst. Das ist nichts weniger als ein wirklich fieser Monopolisierungstrick!!! Jedoch kann dieses “feature” deaktiviert werden, siehe
hier. Siehe auch
hier, vgl. hier und
hier. Allerdings kann das Vorgehen in verschiedenen Computern unterschiedlich sein und es mag nicht in allen Computern funktionieren, besonders nicht in solchen mit Windows 8 ARM Hardware. Eine
Linux-Gruppe hat bereits an die EU-Komission eine Klage wegen Verstoß gegen Kartellverbot eingereicht und ich hoffe, dass sie Erfolg haben werden! Das ist für mich ‒ und sicher für viele ‒ noch ein weiterer Grund, um KEIN WINDOWS 8 HABEN ZU WOLLEN!
Und wenn du einen neuen Computer kaufst, stellen erst sicher, dass dieses „Secure Boot“ deaktiviert werden kann und vermeide Computer mit Windows 8 vorinstalliert! Kaufe keinen Computer mit Windows 8 ARM Hardware! Eine BIOS-kompatible Funktionsweise kann in vielen Computern anstelle vom eigentlichen UEFI vor der Installation gewählt werde.
Noch ein paar Spielereien - sofern du sie
gebrauchen kannst:
Wieder eine kleine Batch-Datei
Wer mag schon mit Windows Explorer arbeiten? Er ist ja in Windows 7 noch unübersichtlicher! Da verwende ich viel lieber
PowerDesk Pro. Dieser Dateimanager gehört m.E. zu den besten, hat aber einen kleinen Mangel. In einer älteren Version beendete er beim Abstellen nicht immer
PDExplo.exe
in den Services. Nach ein paar Starts kam er dann nicht mehr. Schaut man dann unter Prozessen im Task Manager nach, liegen da schon ein paar
PDExplo.exe-Prozesse im Leerlauf. In Windows 7 stellt er früher ab, als in Windows XP, wo man ihn noch ein paar Male mehr starten konnte. Man musste erst im Task Manager diese Prozesse beenden, bevor man PowerDesk wieder starten konnte. Die neueste Version hat aber dieses Problem nicht mehr.
Die folgende Batch-Datei löst sonst das Problem:
@echo off
TASKKILL /F /IM "PDExplo.exe"
C:\"_FILE MANAGERS"\"Power Desk"\PDExplo.EXE
TASKKILL /F /IM "PDExplo.exe"
cls
exit
Damit wird ein eventuell bereits vorhandener Prozess
PDExplo.exe erst gelöscht, bevor ein neuer gestartet wird. Nach Beendigung der Anwendung wird dieser Prozess wieder gelöscht (die Batchdatei wartet ab, bis die sie beendet
wird). Die Datei bezieht sich auf den Fall, dass PowerDesk in C:\_FILE MANAGERS\Power Desk installiert ist. Du musst hier deinen eigenen Installationsort eintragen.
Ich nannte sie StartPDExplo.bat, hatte auf den Desktop auf sie verlinkt und dazu das Ikönchen von
PDExplo.exe übernommen. Nun kann ich PowerDesk so oft abstellen und wieder starten, wie ich will. Jedoch brauche ich dies mit neuen Versionen vom PowerDesk nicht mehr ...
Nicht gebrauchte Dienste und im Hintergrund laufende Programmkomponenten loswerden, um deinen Computer zu entlasten.
Manche Programme lassen mit Autostart einen Dienst sowie ein Unterprogramm laufen, was ja völlig unnötig ist, wenn man das Hauptprogramm nicht verwendet. Also sollten solche Funktionen und Komponenten am Besten erst mit dem Start des entsprechenden Programms anlaufen und nicht von Anfang an immer im Hintergrund aktiv sein, erst recht bei Programmen, die man nur selten einmal gebraucht. Das wird hier an Hand von einem Beispiel besprochen und kann entsprechend auf andere Fälle übertragen werden.
Wenn man den Autostart dieser Komponenten ausschaltet – vorschlagsweise mit dem guten Progrämmchen Autoruns von Sysinternals bzw. Dienste auf „Manuell“ zu stellen – kann es sein, dass wenn das entsprechende Hauptprogramm gestartet wird, auch diese Komponenten mit anlaufen. Dann ist ja alles gut und man muss nichts Weiteres unternehmen. Aber wenn es nicht so ist: Was tun?
Man schreibe eine Batchdatei wie im folgenden Beispiel. Es geht in diesem Beispiel um die Anwendung Nitro PDF Pro
9, die zwei Dienste verwendet. Welche sind sie?
Zuerst schauen wir im Task Manager nach, welche Komponenten autostarten. In diesem Fall sind sie
NitroPDFDriverService9.exe
und
Nitro.UpdateService.exe. Drücke die Windowstaste + r und schreibe
services.msc, so kommst du in die Dienstverwaltung. Finde darin die Bezeichnungen der zwei entsprechenden Dienste, die in der Batchdatei dem Befehl
net start
gestartet werden sollen. Danach soll das Hauptprogramm starten. Die Datei sieht in diesem Beispiel so aus (grüne Abschnitte werden unten erklärt):
REM Start Nitro PDF
net start NitroPDFDriverCreatorReadSpool9
net start NitroUpdateService
start C:\_OFFICE\"Nitro PDF"\NitroPDF.exe
timeout /t 10
taskkill /fF /im "NLSSRV32.exe"
net stop "Nalpeiron Licensing Sevice"
cls
exit
Sollte es in der Dateiadresse Leerstellen geben, muss man (siehe oben) um den entsprechenden Adressteil herum Zitatzeichen setzen. Es ist wichtig, in der Dienstverwaltung die hier aktuellen Dienste auf „Manuell“ einzustellen. Stehen sie auf „Automatisch“ oder „Deaktiviert“, musst du das ändern, sonst funktioniert es nicht richtig.
Die Datei legst du dann am besten ins Wurzelverzeichnis
C:\
ab, z.B. als startx.bat
(wo x
ein geeigneter auf das Programm hinweisender Name ist). Nun kannst du auf deinem Desktop einen Link zu dieser Datei setzen und ihn passend benennen. Der Link hat dann ein langweiliges Standard-Ikönchen. Klickst du rechts darauf und dann auf „Eigenschaften“, kannst du das ändern. Klicke unten auf „Anderes Symbol“, gehe dann zum Verzeichnis des Hauptprogramms und darin zur Startdatei des Programms. Klicke dieses an und dann erschienen die Symbole, die in dieser Datei enthalten sind. Wähle darin das dir Passende aus. Wenn das alles gut funktioniert, kannst du den direkten Link zur Startdatei löschen.
Ein weiterer Schritt wäre dann noch, diese Dienste mit dem Programmstopp wieder mit
net stop auszuschalten. Das geht so:
REM Start Nitro PDF
net start NitroPDFDriverCreatorReadSpool9
net start NitroUpdateService
C:\_OFFICE\"Nitro PDF"\NitroPDF.exe
timeout /t 10
taskkill /fF /im "NLSSRV32.exe"
net stop "Nalpeiron Licensing Sevice"
cls
exit
Wenn man die Datei ohne „start“ vorangestellt öffnet, wartet die Batch-Datei ab, bis die Anwendung geschlossen wird und geht erst dann weiter.
So weit aber doch eine Ergänzung.
Nitro PDF startet auch einen Dienst
Nalpeiron Licensing Service, der wohl überprüfen soll, ob die Anwendung auch ordnungsgemäß lizenziert ist. So weit, so gut. Aber wenn die Anwendung abgeschlossen wird, läuft dieser nunmehr lästige Dienst nutzlos immer noch weiter. Er wird offensichtlich durch eine Datei NLSSRV32.exe gestartet. Um das zu stoppen, habe ich den grünen Text in der Batchdatei oben hinzugefügt. Damit wird dieser Dienst 10 Sekunden nach Start der Anwendung gestoppt, was die Funktion der bereits gestarteten Anwendung nicht behindert. Sie läuft auch so problemlos weiter. Entdeckst du, dass eine andere Anwendung diesen Dienst auch haben will, entfernst du das Grüne.