Gegendarstellungen zum
Referat von Prof. Dr. theol. Georg Schmid am Podiumsgespräch über Reinkarnation
und Christentum in der Predigerkirche in Zürich am 9.2.2009
von Jan Erik Sigdell
[NACHTRAG zu den Referenzen eingeführt
am 7.10.2009] 1. Wie kam es zum Reinkarnationsgedanken? Der Reinkarnationsgedanke dürfte so alt wie die
Menschheit sein, weil es kultur- und religionshistorisch belegt ist, dass es
den Glauben in etwas unterschiedlichen Formen in fast allen alten und (soweit
man über sie noch weiß) vorhistorischen Völkern gab. Auch in den Sippen gab es
– und gibt es in Naturvölkern noch heute – solche Vorstellungen. Man ginge nach
dem Tod zum Kollektiv der Ahnen, um von dort wieder zurückzukehren. Die Reinkarnationsvorstellung ist mit größter
Wahrscheinlichkeit folgendermaßen entstanden. Es hat zu allen Zeiten Menschen gegeben, die von Spontanerinnerungen
an frühere Existenzen berichteten. Solche Fälle gibt es noch heute, aber sie
waren und sind selten. In alten Zeiten konnte man vermutlich offen darüber
reden und wurde angehört. Im finsteren Mittelalter aber wurde dies
lebensgefährlich, denn wer so etwas erzählte, musste damit rechnen, auf dem
Scheiterhaufen zu enden oder zumindest in den Folterkammern der Inquisition zu
landen. Bestenfalls wurde man als „Spinner” betrachtet, geächtet und aus der
Gemeinschaft ausgeschlossen. So kam es wohl, dass solche Erlebnisse, sofern
jemand sie überhaupt hatte, verschwiegen wurden. Man kann sich fragen, ob nicht
auch manche Visionen mittelalterlicher Heilige und christlicher Mystiker solche
Erinnerungen enthielten, die man, weil man sie nicht offen auszusprechen wagte,
vorsichtig „allegorisch” umschreibend formulierte. Menschen mit seherischen Fähigkeiten, die zum Teil
sogar erleuchtet waren, haben die Reinkarnation erschaut und darüber berichtet.
So haben Priester der alten Religionen, indische Rishis, Mystiker, Schamanen
und andere immer wieder solche Einsichten gehabt, doch wenn kirchenchristliche
Priester und Mystiker sie hatten, wurden sie sicher sorgsam verschwiegen. Nahtodserlebnisse, nach denen man sich bewusst an
einen vorübergehenden Körperaustritt erinnert, wird es zu allen Zeiten gegeben
haben. Viele Menschen haben bei solchen Gelegenheiten auch erkannt, dass sie
schon existierten, bevor sie geboren wurden, so wie es noch heute Menschen
während solcher Erlebnisse tun. Interessanterweise glauben etwa 70 Prozent
aller Menschen, die in der heutigen Zeit Nahtoderlebnisse hatten, an
Reinkarnation. [1] Dass die Reinkarnationsidee aus
Indien stamme, ist ein beliebtes Märchen. In Wirklichkeit gehört sie der
Menschheit und auch Kulturen an, die gar keinen Einfluss von Indien her hatten. 2. Wie zuverlässig sind detailliert geschilderte
Erinnerungen an frühere Existenzen? Es gibt eine Reihe von sehr detaillierten
Erinnerungen, aber selbstverständlich auch viele, die vage sind. Nur werden von
Gegnern lieber nur die letzteren aufgegriffen … Von den detaillierten sind auch
mehrere bis ins Detail als richtig bestätigt. Der Paradefall ist der von Linda
Tarazi, eine amerikanische Therapeutin. Eine Klientin von ihr erlebte sich in über 36
Rückführungen als Antonia Micaela María Ruiz de Prado, geboren am 15. November
1555 auf der westindischen Insel Hispaniola. Es gab eine überwältigende Fülle
von Angaben, wovon sehr viele nicht in Geschichtsbüchern nachzulesen waren,
welche erst bei gründlicher Nachforschung in alten Archiven bestätigt werden
konnten. Darunter waren sogar einige, die bei Nachfragen bei Behörden sich als
scheinbar falsch erwiesen, aber Tarazi fand die Bestätigungen in uralten
Dokumenten. Antonia hatte recht, nicht die Behörden … Ein schwedischer Psychologe
machte mich darauf aufmerksam und schenkte mir freundlicherweise Literatur
darüber. Er schrieb, dieser Fall werde seiner Meinung nach absichtlich
ignoriert, gerade weil er so überzeugend sei. Für weitere Angaben wird aus
Platzgründen auf die Literatur hingewiesen [1,2], denn sie sind sehr viele. Ein weiterer Fall ist der „U-Boot-Mann“ [1,3]. Ein
Mann erinnerte sich, im 2. Weltkrieg auf dem amerikanischen U-Boot Shark seinen Kriegsdienst zu machen, das
1942 vom japanischen Zerstörer Amatzukaze
versenkt wurde und dass er dabei seinen Tod fand. Ausführliche Angaben konnten
in Marinearchiven und auch von nachlebenden Verwandten und Mitsoldaten genau
bestätigt werden. Der Australier Peter Ramster drehte eine
Fernsehdokumentation über vier Fälle mit australischen Frauen, die über ihre
frühere Leben in Europa berichteten, und zwar in Ländern, die sie im heutigen
Leben nie besucht hatten. Man reiste zu jenen Orten hin und fand überzeugende
Bestätigungen. Eine der Frauen war z.B. der schottische Arzt James Archibald
Burns in Blairgowrie. Es wurde nicht nur dessen Existenz voll bestätigt,
sondern auch Angaben über das College in Aberdeen (wie es in alten Zeiten war
aber z.T. heute nicht mehr ist), wo er Medizin studiert hatte, welche heute niemand
mehr außerhalb des Colleges wissen kann und die nie veröffentlicht wurden.
[1,4,5] Hiermit seien nur drei von mehreren spektakulären
Fällen erwähnt. Für das Weitere wird auf die Literatur hingewiesen. Es ist klar, dass es auch Fälle
gibt, die so weit widerlegt wurden, aber man kann nicht ausschließen, dass dies
aufgrund von Ungenauigkeiten in den Angaben war. Es ist leider allzu leicht, in
der Rückführung ein Ortsname mit einem ähnlichen zu verwechseln oder die Zeit
falsch einzuschätzen, sodass man am falschen Ort oder in der falschen Zeit nach
Bestätigung sucht. 3. Wie dachte Gautama, der Buddha, über Reinkarnation? Buddha hat sich in der Öffentlichkeit nie klar zur
Frage der Existenz einer Seele geäußert, sondern sie eher mit Gelehrten und
Eingeweihten besprochen, sodass es darüber keine eindeutigen Aufzeichnungen
gibt. Und doch lehrte er unbestreitbar die Reinkarnation. Wie geht das
zusammen? Wie kann es eine Reinkarnation ohne eine Seele geben? Auch wenn die
übliche Meinung heute die ist, dass er meinte, es gäbe keine Seele, kann man
den erwähnten Tatsachenbestand der Überlieferungen eher wie folgt deuten, so
wie er es selbst hätte sagen können: „Ich habe nicht erläutert, dass es eine
Seele gibt. Ich habe nicht erläutert, dass es keine Seele gibt. Ich habe nicht
erläutert, dass es sowohl eine Seele gibt, als dass es auch keine Seele gibt
...“ Im Buddhismus erklärt man die
Reinkarnation als eine Übertragung des Bewusstseins. Und wenn es übertragen
wird, muss es einen „Überträger“ geben. Wie man diesen auch sonst nennen will,
wird er unserem Seelenbegriff entsprechen. Offensichtlich reden hier
Kirchenchristen und Buddhisten aneinander vorbei … [1] 4. Wie denkt Jesus und das frühe Christentum von der
Reinkarnation? Was das frühe Christentum betrifft, ist dies in
meinen Referaten (hier
und hier) bereits ausführlich erklärt. Und Jesus? Der Fall des
Blindgeborenen wird hier immer wieder als eine Ablehnung Jesu vom
Wiedergeburtsgedanken gedeutet. Aber stimmt das? Ein Jünger stellte ihm die Frage: „Meister, wer
hat gesündigt? Dieser oder seine Eltern, sodass er blind geboren wurde?” (Joh.
9,2). Wer so fragt, denkt zweifellos an eine Existenz der Seele vor der Geburt,
da seine Formulierung sonst keinen Sinn hätte. Wie reagiert Jesus auf diese
unmissverständliche Andeutung? Er weist den Gedanken, der so offenbar in der
Frage liegt, nicht zurück, sondern sagt stattdessen: „Es hat weder dieser
gesündigt, noch seine Eltern, sondern die Werke Gottes sollen an ihm offenbar
werden.” (Joh. 9,3) Man hat wiederholt versucht, hierin eine Ablehnung des
Reinkarnationsgedankens durch Jesus zu sehen, aber dafür bietet die Bibelstelle
keinen logischen Halt. Man kann ihr höchstens entnehmen, dass das Leid in
diesem besonderen Fall nicht die Folge eines früheren Vergehens zu sein
scheint. Es sieht viel mehr danach aus, dass Jesus zu der allgemeinen Frage der
körperlichen Wiedergeburt nicht öffentlich Stellung nehmen wollte, sondern
auswich. Es gibt auch andere relevante Bibelstellen. [1,6] In Anlehnung an Siémons [7] kann man dies durchaus
so verstehen, dass nicht gerade jener Blindgeborene – also jener beseelte
blinde Körper, der da saß – gesündigt habe, sondern derjenige, der jene Seele
vorher in einer anderen Verkörperung war. Zur immer wieder behaupteten aber – mit der
erwiesenermaßen manipulierten Textüberlieferung – nicht nachweisbaren Meinung,
dass Origenes die Reinkarnation ablehnte, lese man auch in meinen Referaten
nach (hier
und hier). Es wurde wiederholt behauptet,
dass man Bibeltexte abgeändert habe, die auf Reinkarnation hinweisen. Das ist
zweifelhaft. Jedoch werden die Texte bei Übersetzungen
nach dogmatischen Vorlagen interpretiert und dementsprechend
übersetzt, wobei uns vorenthalten wird, dass es auch andere Übersetzungsalternative gibt, die in manchen Fällen wirklich
im Sinne der Reinkarnation verstanden werden können [1,6]. Es handelt sich also
um eine Art von Glaubenssteuerung. Wir sollten von alternativen Übersetzungen
nichts wissen (außer Gelehrte, welche die alten Sprachen gut kennen, aber das
Speil mitmachen, um nicht Stellung und Ruf zu verlieren).
An das Theodizee-Problem ist das
Kirchenchristentum gescheitert. Da man keine annehmbare Lösung erreichen konnte,
erklärte man im späten Mittelalter, dass dies den Verstand der Menschen
übersteige, und fegte es somit unter den Teppich. Die einzige sinnvolle und
logische Lösung ist so weit (bis wir möglicherweise eine noch bessere finden):
Reinkarnation + Karma + freier Wille. Lieber droht man gnadenlos mit ewiger
Verdammnis, als dass man den Menschen erlauben will, ihre Verfehlungen durch
Lektionen (als Auswirkung des Karmas) in neuen Leben abzuarbeiten, bis
schließlich jeder erlöst wird, und zwar auf einem gottgegebenen Weg. Dass
Menschen unverschuldet leiden würden, wäre ja sehr viel grausamer, als
dass sie irgendwie „selbstverschuldet“ leiden. Und wie könnte es ungerecht sein,
an eigener Haut erleben zu müssen, was man Anderen angetan hat? Nicht als
Strafe, sondern als eine Lektion zur „Seelenerziehung“. Die Bibel
wiederholt ja mehrfach in verschiedenen Formulierungen: „Was du anderen tust,
wird auch dir getan werden“! (Der mittelalterliche Einwand, dass man in der
Lektion nicht wisse, weshalb man sie bekommen hat, hält heute nicht mehr. Heute
wissen wir ja, dass der Mensch ein unbewusstes Ich hat, und in jenem Ich weiß er
es sehr gut, nur nicht im kleinen Verstand im Kopf.)
Das Theodizee-Problem ist das folgende: 1) Gott ist
unendliche Liebe, 2) Gott ist allmächtig, 3) diese Welt ist ein Jammertal voll
von Leid. Wie kann man das auf einen Nenner bringen? Wer hat hier eine echte
Lösung, die besser als die oben Genannte ist? (Scheinlösungen helfen keinem.)
Nun hat man einwenden wollen, dass eine Erklärung
des Leids in der Welt auch eine Erklärung des Bösen sei. Das reimt logisch und
theologisch nicht. Eine Erklärung des Leids erklärt, weshalb Menschen so viel in
dieser Welt leiden, also Opfer sein müssen. Die Frage des Bösen
hat eine größere Dimension. Sie hat damit zu tun, weshalb es Täter gibt,
also Menschen, die Anderen Übles tun. Wie kommt ein Mensch überhaupt dazu, so
etwas zu tun? Aber wenn er es getan hat, wird er wohl seine Lektion brauchen!
Sie wird ja logischerweise eher leidvoll sein ... Und hier kommt erst die
Frage nach dem Leid herein, weil das Leid zunächst unerklärlich erscheint, weil
wir keinen ursächlichen Zusammenhang sehen. Nun muss man nicht deshalb meinen, dass wir alle
große Übeltäter gewesen seien, sondern die meisten von uns eher kleinere, aber
auch das zieht Lektionen heran.
5. Wie hilfreich sind sog. Rückerinnerungen an frühere
Leben? Hier werden immer wieder nur Fälle hervorgeholt,
mit welchen man das ganze ins Lächerliche ziehen will, was nicht fair ist. Die
Fülle von Fällen, wo Menschen seelisch und manchmal sogar körperlich durch
Rückführungen geheilt wurden, wird verschwiegen. Solche Indizien will man ja
nicht haben. Dabei handelt es sich immer wieder auch um Menschen, die in
Schulpsychologie und ‑psychiatrie keine Hilfe fanden. Auch hier will ich
auf die Literatur verweisen, da an dieser Stelle sonst ein Buch entstände.
Statt dessen erzähle ich von Sigmund Freud. [8] Das Prinzip der sogenannten Reinkarnationstherapie
geht nämlich auf ihn zurück! Er hatte die Idee, dass psychologisch
gelagerte Probleme, sofern sie ihre Ursachen in einem verdrängten und
vergessenen Trauma früher in diesem
Leben haben, geheilt werden könnten, wenn sich der Patient nur wieder erinnern
würde. Deshalb führte er mit mehreren Patienten hypnotische Rückführungen in diesem Leben durch. Sie erinnerten sich
tatsächlich an solche Traumata, aber nachher kaum mehr und Heilungen blieben
aus. Aus diesem Grund gab er das Vorgehen auf und entwickelte statt dessen
seine Psychoanalyse durch freie Assoziation. Die Idee blieb aber die gleiche,
nur sollte der Patient auf diesem Wege selbst dazu kommen, sich zu erinnern.
Leider funktionierte das auch nur begrenzt, wie ein modernes Buch nachgewiesen
hat. Mehrere seiner Patienten, die er als geheilt entlassen hatte, waren nicht
geheilt, aber er kam mit ihnen nur nicht weiter … [9] Warum ist das so? Es wird daran liegen, dass seine
Rückführungsbemühungen kaum Gefühlserlebnisse zuließen. Auch in der
konventionellen Psychoanalyse macht man offensichtlich lieber große Bögen um
Gefühlserlebnisse. Traumata der Vergangenheit werden eher sachlich behandelt,
man betrachtet sie eher ziemlich intellektuell, als dass die Person sie
wirklich wieder erleben soll, und das
mit allen damaligen Gefühlen. Man fürchtet offensichtlich, damit nicht gut
umgehen zu können. Und doch liegt gerade darin das Geheimnis der Katharsis! In einer richtig durchgeführten
Rückführungstherapie (und sie werden leider gar nicht immer besonders richtig
durchgeführt …) ist das Bestreben nämlich, dass auch die seelenverletzenden
Gefühle in solchen Situationen wieder erlebt und nachher diese emotionale Energien aufgelöst werden. Das ist der
Schlüssel zur Katharsis! Sonst wird eher nur die Ursache erkannt,
aber man ist noch nicht davon frei. Es ist in dieser Weise, dass manchmal sogar
spektakuläre Erfolge der sog. Reinkarnationstherapie zustande kommen. Aber die Bezeichnung „Reinkarnationstherapie“ ist
nicht wirklich zutreffend. Die meisten Rückführungen führen nämlich nicht nur
(und manchmal gar nicht) in frühere Leben, sondern (auch) in Kindheitstraumata
im heutigen (und sogar in die Zeit im Mutterleib). Deshalb ist Rückführungstherapie eine viel
richtigere Bezeichnung. Der Unterschied zu modernen Formen von psychologischer
Therapie ist eher, dass man keine Schranke bei der Geburt aufstellt, sondern
viel mehr die Möglichkeit offen lässt, dass das „Urtrauma“ eines Problems vor
Geburt und Zeugung liegen kann. Eine Hypothese, die sich heute massenhaft
bewahrheitet hat. Solche Therapie ist auch ein Weg
zur Selbstfindung! Denn es geht ja um die eigene
Vergangenheit und ihre Beziehung zu Heute, und wenn diese mit eingeschlossen
wird – und Vergessenes wieder aufgeschlossen wird – trägt dies höchst
wesentlich zur Selbstfindung bei. [10] 6. Was können Christen von Parapsychologen lernen? Sie können lernen, dass es tatsächlich eine an
sich körperunabhängige Seele gibt, wie uns Bibel und Jesus lehren. Das später
hinzugefügte kirchliche Dogma, dass Körper und Seele im Wesentlichen untrennbar
seien, ist ein Märchen, dass keine Stütze in der Bibel hat (siehe meine
Referate –
hier und
hier). Es geht da um Phänomene, deren Erforschung und deren Hervorrufung
gewissermaßen als experimentelle
Theologie bezeichnet werden könnten. Phänomene, die z.T. in der Bibel
erwähnt oder zumindest angedeutet werden, wodurch wir erleben, dass es viel
mehr als nur das physisch Greifbare gibt. Das lehrt ja auch die Kirche, und
doch will sie nicht, dass wir mit diesen Dingen Erfahrungen machen und sie
erforschen. Warum nicht? Wohl deshalb, weil sie zu manchen Aussagen führen,
welche die dogmatischen infrage stellen … aber sicher nicht Jesus … Zum Gedicht Der
Lattenzaun von Christian Morgenstern (zitiert von Prof. Schmid, siehe Anhang): Der Lattenzaun ließ uns zwischen
die Latten blicken und dahinter eine andere Wirklichkeit erkennen. Dann kam ein
Architekt (Konstantin), nahm den Zwischenraum heraus und baute daraus ein großes Haus: die Kirche! Denn sie will uns den
Durchblick vorenthalten. Der Senat (Konzilien und das Papsttum) zog dann sogar den Zaun
herein, so dass die Menschen nicht einmal mehr von selbst sollten ahnen können,
dass dahinter, wo der Zaun einmal stand, überhaupt etwas ist. Sie sollten nur Glauben, was ihnen erzählt
wird und nicht hinterfragen, nicht selbst denken. Der Architekt entfloh dann
erst ins Jenseits …
Später reinkarnierte er so
in Afri- od Ameriko.
Wenn man weiß, dass Christian
Morgenstern sehr von sowohl Theosophie wie auch Anthroposophie angetan war, wird
man es nicht gut viel anders verstehen können ... REFERENZEN
1. Jan Erik Sigdell: Wiedergeburt und frühere Leben, Heyne,
München, 2008.
2. Linda Tarazi: Under the Inquisition – an experience
relived, Hampton Roads,
3.
Rick Brown: The Reincarnation of James, the
Submarine Man, Transcriptions Ultimate, 1990.
Das Buch ist vergriffen, kann
aber im Internet gratis heruntergeladen werden: www.ial.goldthread.com/Reincarnation_of_james.doc.
4. Peter Ramster: The Search for Lives Past,
5.
http://www.youtube.com/watch?v=HayY1yyXnn0, der erste von 11 Teilen
eines Films, die weiteren Teilen zeigen sich in der linke Spalte der Webseite.
6. http://www.christliche-reinkarnation.com/Niko.htm
und
7. Jean-Louis Siémons: La
Réincarnation. Des preuves aux certitudes, Retz, Paris, 1982, Seite 211.
8. http://www.christliche-reinkarnation.com/Freud.htm.
9.
Catherine Meyer et al.: Le
Livre Noir de la Psychanalyse. Vivre,
Penser et aller mieux sans Freud („Schwarzbuch der
Psychoanalyse. Ohne Freud leben, denken und sich besser fühlen”),
Les Arènes, Paris, 2005.
10. Jan Erik Sigdell: Reinkarnationstherapie,
Heyne, München, 2005.
NACHTRAG [7.10.2009]
Der Link in Ref. 3 funktioniert
nicht mehr und wurde vermutlich aus Copyrightgründen entfernt. Die folgenden
Links besprechen den Fall ausführlich:
http://www.ial.goldthread.com/brown.html
und
http://www.ial.goldthread.com/james.html.
Ein weiterer Link, der mehrere überzeugende Fälle erwähnt, ist
http://en.allexperts.com/q/Reincarnation-3284/reincarnation-2.htm.
Sämtliche Links zu Ref. 5 sind
hier
aufgeführt. ANHANG: Der
Lattenzaun von Christian Morgenstern Es war einmal ein
Lattenzaun, mit Zwischenraum,
hindurchzuschaun. Ein Architekt, der dieses
sah, stand eines Abends
plötzlich da – und nahm den Zwischenraum
heraus und baute draus ein
großes Haus. Der Zaun indessen stand
ganz dumm, mit Latten ohne was
herum. Ein Anblick grässlich und
gemein. Drum zog ihn der Senat
auch ein. Der Architekt jedoch entfloh nach Afri- od- Ameriko.
http://www.christliche-reinkarnation.com/Hapax.htm.