Wenn Kinder sterben

[7.2.2010 am Ende mit einem wichtigen Link ergänzt, 20.8.2010 aufdatiert]

Eines der schmerzlichsten Miterlebnisse, die wir als Menschen haben können, ist, wenn ein Kind stirbt.

Die Welt ist gewaltsam. Kriege, Verbrechen, Terroranschläge, Naturkatastrophen, Seuchen, Hungersnot, Morde, Missbrauch bis zum Tod, Unfälle, Brand, Verwahrlosung bis zum Sterben, usw. usf. etc. …

Unsere Welt ist eine Welt des Sterbens und das gar nicht immer in natürlicher Weise.

Voraussagen für die Zukunft sind für viele erschreckend. Man spricht davon, dass in den nächsten Jahren (bis 2012) die Weltbevölkerung auf 1/3 oder gar 1/4 reduziert würde. Man spricht von Naturkatastrophen und gar von einem dritten Weltkrieg. (Das Letztere ist nach der derzeitigen Weltlage leider gar nicht auszuschließen … obwohl es ja die allerdümmste Idiotie dieser Menschheit wäre!) Im 2010 erleben wir eine bemerkenswerte Zunahme der Katastrophen, so weit hatten wir zunächst jeden Monat ein großes Erdbeben und dazu einen Vulkanausbruch, und danach folgten eine ungeheuerliche Ölkatastrophe, weitflächige Feuer, enorme Überschwemmungen und umfassende Erdrutsche. Schneller als im Monatstakt. Es ist vielleicht nur eine Frage der Zeit, bis auch das europäische Festland davon betroffen wird ...

Was die Ölkatastrophe in der Mexikanischen Bucht betrifft, die das Meer mit einer rötlich-braunem Öl überzieht und vermischt, vgl. Offb 16,3: „Und der andere Engel goss aus seine Schale ins Meer; und es ward Blut wie eines Toten, und alle lebendigen Seelen starben in dem Meer.“

Es weiß noch niemand, ob es auch wahr ist, oder nicht. Aber wir werden es bald wissen – ob die Voraussagen stimmen, oder doch nicht.

Und sollte doch etwas daran wahr sein, berührt uns am meisten das Sterben von Kindern. Wozu wurden sie dann geboren, wenn sie bald wieder gehen müssen? Wofür müssen sie dieses Leid durchmachen?

Eigentlich müssen wir uns wohl fragen, wie groß dieses Leid ist. Ist es wirklich größer, als wenn Erwachsene sterben? Oder in manchen Fällen sogar geringer? Wer leidet dabei eigentlich am meisten – das Kind oder die Eltern, die das Kind verlieren?

Wir vergessen dabei leicht, dass das Kind eine unsterbliche Seele hat (oder eigentlich ist) und dass diese Seele nach dem Tod keineswegs leidet. Nicht mehr, gar nicht mehr, sofern es vorher gelitten hat. Solches Leid ist dann für sie endgültig vorbei! Die Seele des Kindes kann aber darunter mitleiden, dass wir unter dessen körperlichen Tod leiden. Wir meinen, dass das Kind nicht mehr da sei, aber die Seele will uns sagen: „Seid doch nicht so traurig! Ich bin ja noch da! Aber ihr könnt mich nur nicht mehr sehen. Mir geht es jetzt so gut, viel besser als vorher!“ Aber die Eltern sehen das Kind nicht mehr, da es nun im Seelenzustand ist, und sie hören diese Worte seiner Seele auch nicht. Somit leiden nur noch sie … da sie nur ihren Verlust sehen. Sie haben ja das Kind nicht mehr und verstehen nicht, dass das Kind nicht (mehr) leidet! Wie sollte es im Seelenzustand noch leiden können? Sofern es vorher gelitten hat, ist es nun davon erlöst! Würden wir dann lieber das leidende Kind bei uns haben? Nur damit es noch bei uns ist? Sollte es also dafür – eigentlich unseretwegen! – lieber weiter leiden? Hat das nicht sogar einen Hauch von Egoismus? So unbewusst dieser auch sein mag …

Es ist natürlich schwer für uns Eltern es aus der Sicht des Kindes zu sehen. Wir sehen eher nur uns selbst.

Ich hatte in Rückführungen mehrere Menschen, die sich im Mutterleib als unerwünscht erlebten und dabei versuchten zu sterben. Ich fange damit an, weil unsere Verkörperung damit anfängt. Sie wollten da wieder weg, die Seele wollte zurück in das Licht, woher sie gekommen war. Aber es gelang ihr nicht und sie wurde geboren, denn sonst wäre ja jener Klient nicht bei mir … Deshalb ist es anzunehmen, dass es bei manchen Fehlgeburten der Seele gelungen ist, „abzuhauen“ und wieder ins Licht zu gehen! Sie wollte es so haben!

Ein Rätsel der Medizin ist der „plötzliche Kindestod“. Es kommt vor, dass ein Kind ziemlich bald nach der Geburt unerwartet und aus ziemlich unerklärlichen Gründen stirbt. Scheinbar hört in solchen Fällen das Kind einfach auf zu atmen und geht. Ich hatte auch ein paar Klienten, die als gerade geborenes Kind da lagen und sich in der Seele sagten: „Was mache ich bloß hier! Ich will weg! Ich will wieder ins Licht!“ Auch ihnen ist es ja nicht gelungen, da sie ja nun bei mir waren. Aber vielleicht ist das oft die Erklärung für den „plötzlichen Kindestod“. Also eigentlich das Gleiche was ich soeben für das Kind im Mutterleib schrieb, nur kurz nach der Geburt und nicht schon vorher.

Wenn ein Kind leidet, kann ich mir gut vorstellen, dass es in vielen Fällen gehen will! Aber wir möchten es nicht gehen lassen …

Aber Kinder sterben ja nicht immer in Leid, sondern auch frisch munter und fröhlich glücklich – unerwartet! Warum soll das denn sein? Das ist natürlich von Fall zu Fall sehr unterschiedlich, denn da gibt es jede Menge von individuellen Gründen. Da gibt es oft karmische Gründe – für das Kind oder für die Eltern, die es aus irgendeinem Grund so erfahren sollen – oder die Lebenserfahrung für diese Inkarnation ist für das Kind schon genug. Es ist ja eigentlich kein Kind! Es ist in Wirklichkeit eine Seele in einem Kindeskörper. Eine Seele, die vielleicht älter und erfahrener ist, als die Seelen der Eltern! Für diese Seele kann die kurze Erfahrung einer Verkörperung, die schon im Kindesalter endet, bereits genug sein und sie geht dann fröhlich weiter. Oder das Leben nahm eine andere Wende als vorgesehen, sodass es frühzeitig abgeschlossen wurde, da die Seele doch nicht die Erfahrung haben würde, die sie gesucht hatte. Irgendetwas kam dazwischen und dann ging sie lieber weiter. So etwas habe ich auch gehabt.

Wir Eltern erleben aber nur unseren Schmerz und nicht die Fröhlichkeit der Seele, die gerade den Körper verlassen hat! Und es kann sein, dass wir mit unserem Schmerz der Seele große Trauer verursachen, die sie eigentlich nicht hätte haben müssen. Im schlimmsten Fall binden wir die Seele an uns, sodass sie lange Zeit nicht wegkommt, um weiter zu gehen. Darunter kann dann die Seele leiden! Das tun wir wohl erst recht leicht, wenn ein Kind gestorben ist, aber auch wenn Erwachsene sterben. Eine Frau war Witwe und wir entdeckten, dass die Seele ihres Mannes noch bei ihr war. Diese sagte ihr: „Hör doch endlich auf zu Trauern! Du hältst mich ja damit fest, sodass ich nicht gehen kann!“ Wir müssen natürlich eine Trauerphase durchmachen, aber nicht darin stecken bleiben und „ewig“ weitertrauern! Damit tun wir der Seele gar nichts Gutes an …

Forscher wie Prof. Ian Stevenson haben gezeigt, dass Kinder mit Erinnerungsresten an ihre Vergangenheit geboren werden, welche etwa im Alter von 5 Jahren verbleichen. Die folgende angeblich wahre Geschichte (sie wurde vor einigen Jahren in einer Zeitschrift veröffentlicht) zeigt, dass sie nicht nur Erinnerungen an frühere Inkarnationen mitbringen, sondern auch an den Seelenzustand vor der heutigen Verkörperung.

Ein kleines Mädchen hatte einen jüngeren Bruder und die Eltern hatten einen Baby-Phone um ihn zu überwachen, wenn er in seinem Zimmer alleine war. Eines Tages bat das Mädchen mit ihm eine Weile alleine sein zu dürfen. Sie wunderten sich, aber erlaubten es ihr. Sie hörten über das Baby-Phone mit und hörte das Mädchen zum Bruder sagen: „Erzähle mir vom Himmel. Ich fange an zu vergessen.“

Eine andere Geschichte wurde mir in einer E-Mail aus Kalifornien berichtet. Der Mann ist Vegetarier und deshalb hat niemand in der Familie eine Lederbekleidung. Er verabscheut Hockey, weil sein Vater ihn als Kind gegen seinen Willen immer zum Hockeyspiel mitschleppte. Deshalb wurde in seiner Familie nie von Hockey geredet und kein solches Spiel im Fernsehen angeschaut. Eines Tages sagte seine kleine Tochter: „Warum kommt mein Sohn mich nicht mehr besuchen?“ – „Wann hattest du wohl einen Sohn?“ – „Als ich eine alte Dame war!“ – „Wie war das, denn?“ – „Er kam immer in seinem Ledermantel und nahm mich zum Hockeyspiel mit.“ ...

Nun will ich eine Geschichte aus Indien erzählen, die ich recht illustrativ finde.

Der König von Kashi, später Varanasi (Benares) genannt, ging am Ganges spazieren und sah da eine wunderschöne Frau. Er hatte noch nie eine so schöne Frau gesehen und sagte ihr: „Du musst meine Frau werden! Dafür tue ich alles, was du willst!“ – „Ja“, sagte die Frau, „unter einer Bedingung: dass du nie infrage stellst, was ich tue!“ Der König willigte ein. Nach einiger Zeit wurde das erste Kind geboren und die Frau trug es sofort zum Ganges und ertränkte es! Der König hatte aber versprochen, sie nicht infrage zu stellen. Es wurden sechs weitere Kinder geboren und das Gleiche geschah. Dann kam das achte Kind, und bevor sie es zum Ganges trug, konnte der König sich nicht mehr zurückhalten: „Warum ertränkst du alle unsere Kinder!?“ – „Nun hast du mich infrage gestellt und deshalb werde ich dich verlassen. Aber zuerst erzähle ich dir, warum. Ich bin in Wirklichkeit kein Mensch, sondern die Göttin Ganga.“ Und dann erzählte sie die folgende Geschichte.

In der Devawelt – eine Art von Zwischenwelt zwischen unserer menschlichen Ebene und der Welt des einen Gottes und Urschöpfers, den die Inder Brahman nennen (denn auch sie wissen, dass es zuoberst nur einen Gott gibt, auch wenn unsere Theologie in Unwissenheit dessen ihnen Vielgötterei vorwerfen will)  – lebten die acht Vasus, acht Brüder, die in der Devawelt viele und manchmal recht raue Späße trieben. Es gab da auch einen Rishi, ein hoch spiritueller Deva, der eine wundersame Kuh hatte, die Kamadhenu genannt wird. Die Vasus wollte ihm einen Streich spielen und stahlen ihm diese Kuh. Er kam dann nach Hause und sah gleich, dass die Kuh nicht mehr da war. Nun erkannte er natürlich mit seinen seherischen Fähigkeiten sofort, was geschehen war, und kam wutentbrannt zu den acht Vasus und holte die Kuh zurück. „Zur Strafe werdet ihr als Menschen geboren werden!“ – „Oh nein, bitte das nicht! Nimm bitte diesen Fluch von uns weg!“ Nun kann man aber einen Fluch nicht einfach so wegnehmen, aber man kann ihn abmildern: „Na gut! Ihr werdet sofort wieder zurückkommen, aber derjenige, der die Idee hatte, die Kuh zu stehlen, soll Mensch bleiben.“ So wurden also diese Kinder als Königssöhne geboren aber sofort wieder erlöst. Sie stiegen jubelnd aus dem Ganges hinauf: „Wunderbar! Ich muss doch nicht Mensch sein!“ Aber das achte Kind war dasjenige, das Mensch bleiben sollte, und erst da fragte der König und es wurde nicht ertränkt.

Von „oben her“ gesehen sehen die Dinge anders aus als „von hier unten“ her! Das Eingehen in einen Menschenkörper ist von oben her gesehen fast wie ein Sterben und das Verlassen jenes Körpers fast wie eine Geburt – eine Geburt zurück in die Lichtwelt. Die Perspektive einer höheren Realität sind eben anders als unsere.

 

Selbstverständlich tun normale Menschen für ihre Kinder alles nur Mögliche, so dass es ihnen bestens gehen soll. In der heutigen Weltlage ist jedoch die Frage zunehmend brennend aktuell, wie viele Kinder wir eigentlich haben können? Was hat diese Welt ihnen zu bieten, in die wir sie hineinstellen? Welche Zukunft muten wir ihnen damit zu? Was erwartet sie, eigentlich? Was tun wir den Kindern der Welt an, wenn wir sie immer mehr werden lassen?

Damit stellt sich die Frage, was wir aus der sich anbahnenden Überbevölkerungskatastrophe zu lernen haben ...
Dazu ein Link zum Nachdenken:
http://www.worldometers.info/

JEDE SEKUNDE GIBT ES zur Zeit IN DIESER WELT fast DREI MENSCHEN MEHR!!! Netto: Geborene minus Gestorbene. Das bedeutet 150 mehr jede Minute, 9000 mehr jede Stunde, 215000 mehr jeden Tag ...

Seit dem 1.1.2010 gingen auf der Welt über 7 Millionen Hektar Wald verloren. Fast 3,8 Millionen Hektar für Landwirtschaft brauchbares Land gingen durch Bodenerosion verloren. Über 9,3 Millionen Hektar Land wurde zu Wüste. Fast 87000 Arten von Lebewesen sind definitiv ausgestorben (es gibt sie einfach nicht mehr, da das letzte Exemplar seiner Art soeben gestorben ist). [Stand 18.8.2010.]  Der wahre Grund für all das ist ja nicht etwa ein natürlicher Prozess, sondern die ökologisch destruktive Auswirkung des Bevölkerungswachstums!

Nun sagen manche: „Gott wird das schon regeln“ und machen immer noch weiter, wie bisher. Ja, Gott regelt das, schon, doch leider muss er dafür zu Katastrophen greifen ... wir lassen ihm ja keine Wahl ...